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Titelverteidigung gelungen! Heinsberger Schiris siegen erneut in Köln

Das traditionreiche Kölner Hallenturnier, welches in diesem Jahr in seine 16. Auflage ging, ist für alle Kreise des FVM ein fester Termin im Jahreskalender. Jungschiedsrichter der verschiedenen Kreise messen sich in ihren fußballerischen Fähigkeiten und wechseln für einen Tag die Seite in die Position des Fußballers. Der Kreis Heinsberg nahm wie in jedem Jahr auch wieder mit einer hoffnungsvollen Mannschaft teil. David-Markus Koj, als Spieler dieser Mannschaft, berichtet im Folgenden vom ereignisreichen Turniertag mit äußerst erfreulichem Ausgang für das Heinsberger Team:

Die Mannschaft des Fußballkreises Heinsberg nahm wie jedes Jahr am 15.01.2011 am 16. Jungschiedsrichterturnier in Köln teil. Das Team, begleitet von unserem Jungschiedsrichterbeauftragten und FVM-Schiedsrichter Heiko Holz, traf um 9:15 Uhr an der Sporthalle Köln-Chorweiler ein. Angesichts des Überraschungssieges im vergangenen Jahr galt dieses Mal das Motto „Titelverteidigung“. Es gab vier 4er-Gruppen und in der Gruppe D trat der Fußballkreis Heinsberg gegen den VFK, Euskirchen und Köln IV an. Trotz zahlreicher vergebener Torchancen gewannen die Vertreter aus der „Westbank“ die ersten beiden Spiele hoch verdient mit jeweils 1:0 (Tore durch Mathias Schieren und Niklas Herrmanns). Das letzte Vorrundenspiel gegen Köln IV endete 1:1 unentschieden, obwohl David Koj in der Schlusssekunde durch einen 9-Meter noch den Siegtreffer hätte erzielen können. Als Erster der Gruppe D zog der FK Heinsberg in die Zwischenrunde ein und nutzte nun seine zahlreichen Chancen etwas besser: 4:1 (Herrmanns, Koj, Herrmanns, Römer) gegen Köln V, 0:0 gegen Kreis Sieg und 2:0 (2 mal Herrmanns) gegen Rhein-Erft I ermöglichten die erneute Tabellenführung. Vor allem die sichere Defensivleistung durch die Verteidiger Heiko Hudl und Nicolas Schulze ermöglichte, dass die Offensive mit Kevin Römer und Jonas Windeln zu vielen Chancen kam.

Im Halbfinale trafen die Kreisvertreter aus Heinsberg wieder auf Euskirchen und gewann erneut mit 2:1 (2 mal Koj). Im Finale traf man überraschenderweise nicht auf den bis dahin hoch favorisierten und gegentorlosen Kreis Düren, sondern den Kreis Sieg, welcher sich im Halbfinale durch ein 0:0 und anschließenden 9-Meter-Schießen durchsetzen konnten. Das Finale war dramatisch und lebte von den Emotionen. Nach einem harten Foulspiel an Mathias Schieren, welches eines der wenigen im sonst äußerst fairen Turnierverlauf war, wurde sein Gegenspieler für 2 Minuten des Feldes verwiesen. Der Turniersieg schien im weiteren Spielverlauf in weite Ferne zu rücken, doch nach einem Konter über Niklas Herrmanns, konnte Christian Martino sein erstes Turniertor erzielen. Nachdem sich der Druck der zurückliegenden Siegener erhöhte, konterten die Heinsberger die Gegner erneut aus und erhöhten ihre Führung durch ein weiteres Tor von Christian auf 2:0. In der Schlussphase war es dann ein Spiel auf ein Tor, doch Heinsbergs Torwart Marc Baltes entschärfte routiniert die Chancen. Erst in der letzten Sekunde konnte er durch einen Beinschuss bezwungen werden. Am Ende hieß es 2:1 für Heinsberg und der Sieg wurde ausgelassen gefeiert. Leider geriet der Pokal ein bisschen in Mitleidenschaft, als der Deckel beim Hochheben zu Boden fiel. Letztendlich konnte der Kreis Heinsberg den sensationellen Titelgewinn des Vorjahres verteidigen und den Pokal mit zurück nach Heinsberg nehmen.

Die Mannschaft:

Marc Baltes, Niklas Herrmanns, Heiko Hudl, Christian Martino, Kevin, Römer, Mathias Schieren, Nicolas Schulze, Jonas Windeln und David-Markus Koj

Ein besonderer Dank gilt den Organisatoren des Turniers und allen Mannschaften die daran teilgenommen haben.

Ergebnisse:

1. Vorrunde:

Heinsberg – VFK 1:0

Heinsberg – Euskirchen 1:0

Heinsberg – Köln IV 1:1

2. Vorrunde:

Heinsberg – Köln V 4:1

Heinsberg – Sieg 0:0

Heinsberg – Rhein-Erft I 2:0

Halbfinale:

Heinsberg –Euskirchen 2:1

Finale:

Heinsberg – Sieg 2:1

 

Torschützen:

1. Niklas Herrmanns 6 Tore

2. David Koj 3 Tore

3. Christian Martino 2 Tore

4. Kevin Römer 1 Tor

4. Mathias Schieren 1 Tor


Gelunge Seminarreise des FVM Perspektivkaders

Im Rahmen der Qualifizierungsprogramme des Verbandsschiedsrichterausschusses des FVM befand sich vom 07.01.2012 bis 14.01.2012 eine Verbandsdelegation in Ramsau im Berchtesgadener Land. Als Heinsberger Vertreter und Mitglieder des Perspektivkaders durften Nicola Jepkens, Thomas Handschuhmacher und Sven Körfer an dieser Seminarreise teilnehmen

Unter der Führung von FVM-Vizepräsident Dr. Stephan Osnabrügge, dem sportlichen Leiter und VSA-Mitglied Markus Müller, dem stellvertretenden Vorsitzenden des VSA Peter Oprei, dem Mitglied im Verbandslehrstab Helmut Hüdepohl und dem VKSA Bernhardt Plützer als Vertreter der Kreise nahmen 13 Schiedsrichter, darunter zwei Schiedsrichterinnen, an dieser Seminarreise teil. Im Fokus des einwöchigen Aufenthaltes am Taubensee standen intensive Persönlichkeitsschulungen, theoretische Leistungsüberprüfungen und rege Diskussionen. Letztere behandelten insbesondere das taktische Pfeifen als Instrument einer guten Spielleitung sowie die Entwicklung des Schiedsrichterwesens der Zukunft. Ferner analysierte der gesamte Kader eine Spielleitung des Bundesligaschiedsrichters Deniz Aytekin und verfasste anschließend einen Beobachtungsbogen.

Darüber hinaus wurde das Lehrgangsprogramm durch zwei Gastreferenten bereichert. Zum einen referierte der Olympiateilnehmer und mehrfache Deutsche Meister im Skilanglauf Georg Zipfel über die physischen Anforderungen im Spitzensport. Als Funktionär des DSV (Dt. Skiverband) und ehemaliger Bundestrainer kennt Georg Zipfel diese Anforderungen genau und vermittelte in seinem 2-stündigen Vortrag dem Kader eindrucksvoll, welche Strukturen Leistungssport benötigt und inwiefern jeder Einzelne sich selbst fordern und fördern muss. Der zweite Gastreferent deckte mit seinem Vortrag den ebenso wichtigen Bereich der psychischen Anforderungen im Leistungssport ab. Matthias Terhorst, ehemaliger Schiedsrichter aus dem Niederrhein im Fußball und Futsal, lebt inzwischen im österreichischen Salzburg und studierte kath. Religion. Nicht zuletzt aufgrund seines eigenen Lebensweges beschäftigte er sich intensiv mit mentaler Belastbarkeit und konnte unter dem Arbeitstitel „Die mentale Stärke eines SR“ aufzeigen, inwiefern diese den Spitzensport tangiert und welche große Bedeutung ihr zukommt. Spätestens seit der Häufung der Burn Out Fälle im Sport (z. B. Ralf Rangnick) ist die psychische Belastung im Spitzensport vermehrt in den Fokus gerückt.

Neben dem Aspekt der kontinuierlichen Leistungsverbesserung, sei diese Qualifizierungsmaßnahme auch als Dankeschön an uns Schiedsrichter für das in der Vergangenheit überdurchschnittliche gezeigte Engagement zu verstehen, machte der FVM-Vizepräsident Dr. Stephan Osnabrügge deutlich. Auch der Outdoorsport wurde daher fokussiert. Das bessere Kennenlernen der Teilnehmer untereinander wurde insbesondere durch diesen Teil der Seminarreise sowie die gemeinsam gestalteten Abende im Aufenthaltsraum der Herberge gefördert.

Insgesamt wurde den Teilnehmern ein abwechslungsreiches und interessantes Programm im Rahmen einer lehrreichen Seminarwoche geboten. Der Delegation ist zweifellos die Konzeption sowie Durchführung einer sehr gelungenen und für die Talentförderung wichtigen Maßnahme zu attestieren.

 


Ein Heinsberger mehr im Verbandsförderkader

Der Verbandsförderkader (VFK) ist die höchste Förderungsstufe, die ein Schiedsrichter unter 18 Jahren derzeit erreichen kann. Der Kader setzt sich zusammen aus den talentiertesten Nachwuchsreferees des gesamten Fußballverbandes Mittelrhein. Seit einigen Jahren ist der Kreis Heinsberg in diesen rund 20 JSR starken Talentförderkader kontinuierlich mit einigen Unparteiischen vertreten. Durch die gezielte kreisinterne Nachwuchsförderung unter der Verantwortung von JSR-Beauftragten Florian Heselmann wird den JSR der Weg in den VFK geebnet. In Sichtungslehrgängen müssen sich die jungen Schiedsrichter gegen zahlreiche Mitbewerber durchsetzen, um zum abschließenden Qualifikationslehrgang in die Sportschule Hennef eingeladen zu werden. Unter den 15 eingeladenen JSR waren erneut zwei Heinsberger Unparteiische. Marc Baltes, einer der Teilnehmer, berichtet im Folgenden von seinen Eindrücken und den Erlebnissen des Tages.

„Am 19.11.2011 durften die 15 ausgewählten JSR der FVM-Sichtungsmaßnahmen zum Qualifikationslehrgang für den Verbandsförderkader antreten. Der Kreis Heinsberg war durch die Kollegen Nico Hommers und Marc Baltes vertreten.

Nachdem jeder Teilnehmer sich in Raum 31 der Sportschule Hennef bei der Lehrgangsleitung, bestehend aus den VSA Mitgliedern Markus Müller, Hans-Willi Ronig, Tobias Altehenger und FVM Lehrstabsmitglied Helmut Hüdepohl angemeldet hatten, ging es in die Räumlichkeiten der Hennes Weisweiler Akademie. Dort wurde nach kurzer Vorstellung der Lehrgangsleitung jeder aufgefordert, sich selbst vorzustellen und herauszustellen, warum er in den VFK gehör und er geeigneter sei als die übrigen Teilnehmer. Anschließend wurde der Regeltest geschrieben, der einen hohen Schwierigkeitsgrad hatte. Damit abgeschlossen, ging es dann auch direkt auf die Laufbahn zum physischen Teil des Lehrgangs - dem Coopertest und den 200m und 50m Sprints.

Nach einer kurzen Pause folgten die Einzelgespräche mit jedem Teilnehmer sowie die Besprechung des Regeltests. Es zeigte sich, dass Helmut Hüdepohl als Mitglied des Verbandslehrstabes nicht ganz mit der erbrachten Leistung der Gruppe zufrieden war. Während der Besprechung wurden die Teilnehmer einzeln zu Markus Müller und Tobias Altehenger in einen separaten Raum geschickt, wo sie sich Fragen stellen mussten, die größtenteils nichts mit der Schiedsrichterei zu tun hatten, sondern die charakterliche Eignung prüften.

Schließlich folgte der lange erwartete Augenblick - die Verkündung der Entscheidung, wer einen der begehrten, aber limitierten Plätze im VFK erhält. Mit Marc Baltes hat der Fußballkreis Heinsberg nun erneut einen JSR im VFK, sodass er nach dem altersbedingten Ausscheiden von Jonas Windeln und David Koy mit Marc Baltes und Matthias Schieren mit 2 JSR gut vertreten ist."

SK


„Mehr als Regeln“ bei der Weiterbildung der Heinsberger Schiedsrichter

Unter der Überschrift „Mehr als Regeln“ haben die Schiedsrichter des FVM-Perspektivkaders begonnen, Referate auf Weiterbildungen außerhalb ihrer eigenen Heimatkreise zu halten. Ziel dieser Schulungsserie ist es unter anderem, ein besseres Verhältnis zwischen Spielern und Schiedsrichtern zu etablieren und Spielleitungen mit weniger persönlichen Strafen zu ermöglichen. Durch den Austausch von Referenten soll außerdem die gemeinsame Lehrarbeit der Kreise unterstützt werden.

Der Fußballkreis Heinsberg begrüßte am 07.11.2011 die beiden Gastreferenten Niklas Dardenne aus dem Kreis Euskirchen und Markus Steffens aus dem Kreis Rhein-Erft zur gemeinsamen Weiterbildungsveranstaltung für Jung- und Seniorenschiedsrichter. Der rund 90 minütige und dennoch kurzweilige Vortrag stieß auf großes Interesse bei den zahlreich erschienenen Schiedsrichtern. Durch Plenumsdiskussionen und kleine Rollenspiele wurden diese aktiv miteinbezogen und es wurden gemeinsam Strategien für einen respektvollen und wünschenswerten Umgang im Spieler-Schiedsrichter-Verhältnis erarbeitet und insbesondere der sinnvolle Umgang mit persönlichen Strafen betrachtet.

„Ich denke, dass alle Schiedsrichter etwas mitnehmen konnten und der ein oder andere sicherlich auch angestoßen worden ist, seine verinnerlichten Handlungsabläufe kritisch zu hinterfragen.“ fasste Heiko Wolter, der Vorsitzende des Kreisschiedsrichterausschusses Heinsberg, rückblickend zusammen. Ein sicherlich guter Schritt auf dem Weg zu einem besseren Miteinander auf dem Fußballplatz.

Diesen Eindruck teilte auch Jürgen Kreyer, der als Gast der Veranstaltung beiwohnte. Der in Wassenberg lebende ehemalige 2. Ligaschiedsrichter war sechs Jahre der Vorsitzende des Verbandsschiedsrichterausschusses im Nachbarverband. Seit 2010 bekleidet er das Amt des Vizepräsidenten im Fußballverband Niederrhein.

 


5. Heinsberger SR-Zeitung erschienen

Der Kreisschiedsrichterausschuss veröffentlicht mit der aktuellen Publikation bereits die 5. Ausgabe der Heinsberger Schiedsrichterzeitung. Nach erfolgreicher „Testphase“ und dem erfreulich positivem Feedback aus der Schiedsrichtergemeinschaft, entwickelt sich die Heinsberger Schiedsrichterzeitung zu einer festen Größe.

Die SR Zeitung soll den Kontakt zu unseren Schiedsrichtern optimieren und zeitnah Informationen aus dem Ansetzungs-, Lehr-, Jungschiedsrichterbereich sowie der Öffentlichkeitsarbeit weitergeben. Auch eine Terminübersicht der kommenden Monate ist wieder enthalten. Die in der letzten Ausgabe neu eingeführte Rubrik „Einer von uns“ wird ebenfalls fortgesetzt.

Für Anregungen, ein Feedback oder Kritik steht der Öffentlichkeitsbeauftragte Sven Körfer gerne zur Verfügung.


Gastreferent bei Oktoberweiterbildung

Die monatliche Weiterbildung für Jung- und Seniorenschiedsrichter wird zumeist durch den Lehrstab des Fußballkreises Heinsberg gestaltet. Um ein interessantes und abwechslungsreiches Jahresprogramm aufbieten zu können, werden zu einigen Weiterbildung Gastreferenten eingeladen. Dabei kann es sich um Funktionäre des Kreises oder des Verbandes, Schiedsrichter aus höheren Spielklassen oder auch Schiedsrichtern aus dem eigenen Kreis handeln. Bei der Weiterbildung im Oktober referierte dementsprechend der Heinsberger Bezirksligaschiedsrichter Tom Eisentraut sowohl bei den Jungschiedsrichtern, als auch bei den Seniorenschiedsrichtern.

Zielgruppenorientiert bereitete Tom in Absprache mit dem Kreislehrwart Roland Jers zwei verschiedene Themen vor. Bei den JSR behandelte er das Thema „Auf gute Zusammenarbeit – Die Spielleitung im Gespann“. Dabei wurden den zumeist sehr jungen und als Assistent unerfahrenen Schiedsrichtern die Basics der Assistententätigkeit erörtert. In einem interaktiven und kurzweiligen Vortrag wurde die Zuhörerschaft durch praxisnahe Beispiele und Rollenspiele mit eingebunden.

Die Seniorenweiterbildung wurde eher regelorientiert gestaltet. Unter dem Arbeitstitel „Wie man richtig Schluss macht – Spielende, Spielentscheidung, Spielabbruch“ wurden die verschiedenen Arten ein Spiel zu beenden einschließlich der jeweiligen regeltechnischen Besonderheiten erläutert. Die entstehenden regen Diskussionen zeigten das große Interesse der Zuhörerschaft.

Der Kreisschiedsrichterausschuss bedankt sich beim Referenten Tom Eisentraut für seinen Einsatz und die Ausarbeitung der interessanten Vorträge.

 


Ein Heinsberger in der NRW-Liga

Der gebürtige Wegberger Christian Lex lebt inzwischen studienbedingt in Köln, ist jedoch als Schiedsrichter immer noch für den Kreis Heinsberg tätig. Seit Beginn dieser Saison leitet er Spiele in der NRW-Liga, obgleich er die eigentlich vorgesehene Altersgrenze überschritten hat. Damit ist er der erste Heinsberger Unparteiische seit Heiko Wolter in der Saison 2003/2004, der etatmäßig Spiele in dieser Klasse leitet. Der Grund des Aufstiegs, seine persönlichen Erfahrungen und das Ehrenamt, das Christian Lex besonders wichtig ist, waren Thema in dem vom Öffentlichkeitsbeauf-tragten des Fußballkreises Heinsberg, Sven Körfer, geführten Interview.

Christian, die Altersregelung der Verbände sieht einen Aufstieg aus der Mittelrheinliga (ehemals Verbandsliga) in die NRW-Liga (ehemals Oberliga) bis maximal zum 25. Lebensjahr vor. Du bist 29 Jahre und dennoch aufgestiegen. Wie kam es dazu?

Seit 2009 existiert ein Bonusplatz für Schiedsrichter über 25 Jahre seitens des Westdeutschen Fußall- und Leichtathletikverbandes. Dieser wird an den Bestplatzierten der Mittelrheinliga vergeben, der dann eine Saison in der NRW-Liga Spiele leiten darf. Auch der Fußballverband Mittelrhein praktiziert unterhalb der NRW-Liga ein ähnliches System, indem er Bonusspiele in der nächsthöheren Spielklasse an verdiente Schiedsrichter vergibt. Dies ist insbesondere für die Schiedsrichter, die die Altersgrenzen überschritten haben, eine besondere Motivationssteigerung.

Du stehst diesem System also positiv gegenüber?

Generell ja. Neben der angesprochenen Motivationssteigerung ist es insbesondere eine Anerken-nung für zum Teil langjährige gute Leistungen. Ich freue mich über diesen Aufstieg sehr, aber vor allem sehe ich es als Bestätigung, dass der kontinuierliche Einsatz und die guten Leistungen der letzten Jahre wahrgenommen wurden.

Genauer gesagt gehörtest du in den letzten 4 Jahren immer zu den besten 10 Schiedsrichtern in deiner Spielklasse. Dennoch konnte altersbedingt immer nur der Beste der Schiedsrichter über 25 Jahren aufsteigen. Sieht man dann die Altersgrenze nicht kritisch?

Grundsätzlich begrüße ich die positiven Strukturänderungen im Nachwuchsbereich. Leider gehen diese zum Teil auch zu Lasten älterer Kollegen, die in höheren Klassen Spiele leiten könnten. Die erbrachte Leistung und die körperliche Fitness sollten noch mehr als Maßstab herangezogen werden. Wenn diese mit den Anforderungen der Klasse vereinbar sind, ist es meiner Meinung nach überdenkenswert, dass man ausschließlich auf den Nachwuchs setzt. Die jüngste Vergangenheit hat gezeigt, dass jungen Schiedsrichtern, die nicht den Sprung in den DFB Bereich geschafft haben, mitunter die Motivation fehlt, an der Basis weiter zu arbeiten, sowohl als Schiedsrichter als auch als Funktionär. Ich sehe die Gefahr, dass diese Politik als Bumerang zurück kommt und die Zahl der Schiedsrichter an der Basis weiter sinkt.

In der kommenden Saison wirst du wieder in der Mittelrheinliga aktiv sein. Aber in dieser Saison ist dies kein gefühlter Abstieg.

Ja, richtig. Bedingt durch die Strukturreform des DFB wird in der kommenden Saison die NRW-Liga wegfallen und die Mittelrheinliga somit eine Aufwertung erleben.

Deine erste Partie in der NRW-Liga zwischen dem VfB Hüls und SV Bergisch-Gladbach hast du be-reits geleitet. Welche Unterschiede konntest du zu deiner bisherigen Klasse feststellen?

Ich bin bereits seit 10 Jahren als Assistent in dieser Klasse aktiv. Daher war es kein wirkliches Neuland für mich, da die meisten Spieler, Funktionäre und Vereine bekannt sind. Grundsätzlich ist das Spiel etwas schneller, die Spieler sind cleverer und das Niveau ist höher. Für die zumeist sehr jungen Spieler ist diese Klasse die Möglichkeit für den Sprung weiter nach oben. Darüber hinaus fehlen Ruhepausen im Spiel, sodass die Konzentrationsanforderung sehr groß ist. Da ist insbesondere das Verständnis innerhalb des SR-Teams sehr wichtig.

Welche Assistenten haben dich bei der Spielleitung unterstützt?

Dabei waren Dennis Kraus aus Aachen und Michael Korbik aus dem Kreis Düren.

Sind es turnusgemäß kreisfremde SRA?

Auf FVM-Ebene wird zu jeder Saison ein SRA-Pool für die NRW-Liga eingerichtet. Aus diesem werden die Gespanne versorgt. Dies kann bedeuten, dass man jedes Spiel ein anderes Gespann hat.

Also wird von den Wunschgespannen abstrahiert?

Ja, aber nach Möglichkeit werden Florian Heselmann und Sven Körfer angesetzt, sofern sie keine eigenen Spiele haben oder in ihrem anderen NRW-Ligagespann bei Michael Riesener aktiv sind. Beide gehören dem FVM-SRA-Pool an. Insgesamt ist der Kreis Heinsberg mit 4 von insgesamt 16 SRA in diesem Pool sehr gut vertreten.

Neben den Einsätzen als Schiedsrichter und Assistent warst du 12 Jahre als Jungschiedsrichterrich-ter-Lehrwart bzw. –beauftragter im Fußballkreis Heinsberg und im Altkreis Erkelenz tätig. Derzeit bist du Beisitzer in der Jugendspruchkammer des Kreises Köln. Insgesamt ein sehr umfassendes ehrenamtliches Engagement.

Seit meinem 6. Lebensjahr bin ich dem Fußball und seit dem 14. Lebensjahr der Schiedsrichterei verbunden. Ich habe bereits früh für mich erkannt, dass mich das Hobby Schiedsrichter in meiner Persönlichkeitsentwicklung und dem zwischenmenschlichen Bereich weiter bringt. Im Laufe der Jahre konnte ich viele positive Momente erleben und schöne Erfahrungen sammeln. Diese wollte und will ich weiterhin durch das parallel zur aktiven Tätigkeit ausgeübte Ehrenamt zurück und weitergeben.

Demnach ist das Ehrenamt für dich sehr wichtig?

Ja, sehr sogar. Leider konnte ich bedingt durch den veränderten Lebensmittelpunkt in Köln nur schwer die Position des JSR-Beauftragten im Kreis Heinsberg mit dem Einsatz ausüben, wie der Posten es verdient hat. Daher bin ich sehr froh, dass der Kreis mit Florian Heselmann einen kompetenten und ambitionierten Nachfolger hat, der das JSR-Wesen vorangetrieben hat und weiter treibt. Der Kontakt nach Heinsberg ist nach wie vor da und auch aus der Ferne beobachtet man die sehr positiven Entwicklungen. Diese sind nicht nur im JSR-Bereich festzustellen. Insgesamt ist der Kreis Heinsberg inzwischen sehr gut aufgestellt.

Hast du denn Ambitionen wieder in der Nachwuchsförderung ehrenamtlich tätig zu werden?

Ja, das könnte ich mir sehr gut vorstellen – wo auch immer das sein mag.

Dies klingt so, als würdest du auch eine Tätigkeit auf einer höheren Ebene, bspw. dem FVM nicht ausschließen?

Wieso nicht? Klar würde es mir großen Spaß machen, dem System, das auch meine Entwicklung gefördert hat, etwas zurückzugeben. Dabei könnte ich mir neben meinen bisherigen Einsätzen bei der Betreuung von JSR-Maßnahmen in der Sportschule Hennef auch eine weitergehende und intensivere Aufgabe vorstellen, in der ich meine Erfahrung einbringen kann. Dies wird allerdings an anderer Stelle entschieden.

 


Wiedereinstieg von Schiedsrichtern

Gemäß Amtlicher Mitteilung Nr. 39 vom 30.09.2011 veröffentlicht der Kreisschiedsrichterausschuss noch einmal die Regelungen zur Wiederzulassung von Schiedsrichtern.

„Für Schiedsrichter, die sich beim KSA abgemeldet haben oder längerfristig nicht zur Verfügung stehen, gelten nachfolgende Regelungen für die Wiederzulassung.

Die Dauer der Abmeldung/Pause beträgt mehr als ein Jahr: Die Teilnahme an einem Anwärterlehrgang ist verpflichtend. Die SR-Prüfung muss neu abgelegt werden.

Die Dauer der Abmeldung/Pause beträgt weniger als ein Jahr, aber mehr als 6 Monate: Der Schiedsrichter muss die erforderliche Regelkenntnis in einem Regeltest des Lehrstabs nachweisen.

Die Dauer der Abmeldung/Pause beträgt weniger als 6 Monate: Der Schiedsrichter kann ohne Einschränkung sein Amt wieder aufnehmen.“

 


Neue Unparteiische für den Fußballkreis Heinsberg

Jährlich bildet der Kreisschiedsrichterausschuss Heinsberg rund 60 neue Schiedsrichter im Senioren- und Juniorenbereich aus. Den bereits zweiten Lehrgang in diesem Jahr schloss der KSA am 17.09.2011 erfolgreich ab. An vier Lehrgangstagen wurden den Anwärtern unter Leitung von Roland Jers und Sven Körfer sowie den Vortragenden Markus Dautzenberg, Thomas Handschuhmacher und Benjamin Boyle die 17 Regeln des Fußballs nahe gebracht. An zwei Samstagen á 6 Stunden und zwei Freitagen á 3 Stunden wurden die potenziellen Schiedsrichter auf die Prüfung zum Schiedsrichter vorbereitet.

Die 13 Anwärter erlernten alle theoretischen Details und Finessen zur Abseitsregel, zum Erkennen und Ahnden von Foulspielen und vieles mehr. Zur Unterstützung der Vorträge setzten die Referenten diverse Medien ein. Folglich wurden z. B. Abseitssituationen durch Videoszenen oder Visualisierungen per Overhead-Projektionen verdeutlicht. Auch rege Diskussionen belebten den Lehrgang, legten bereits vorhandenes Regelwissen dar und zeigten gewonnenes Verständnis des DFB-Regelwerks.

Das erlernte theoretische Wissen bewiesen die Anwärter abschließend in einer mündlichen und einer schriftlichen Prüfung. Das Mitglied im Verbandslehrstab, Helmut Hüdepohl, wurde vom Fußballverband Mittelrhein aus Aachen in den Kreis Heinsberg entsandt, um die Prüfungen abzunehmen. Zuerst wurden jedem Anwärter einige Fragen gestellt, die in einem Kurzdialog mit dem Prüfer beantwortet werden mussten. Anschließend erhielt jeder Anwärter einen vom DFB generierten Test, der in schriftlicher Form binnen 30 Minuten gelöst werden musste. Bereits in der Vorwoche absolvierten die Anwärter die Überprüfung der körperlichen Fitness, die mit dem Ablegen des Cooper Tests (12-Minuten Lauf) und den Sprinteinheiten über 200 m und 50 m nachgewiesen wurde.

Nach erfolgter Auswertung der Regeltests wurde den angehenden Schiedsrichtern die freudige Nachricht überbracht und es konnte 11 Anwärtern zur bestandenen Prüfung gratuliert werden. Besonders freute sich der KSA, den Lehrgangsbesten Christian Martino vom TuS Jahn Hilfarth mit einem Trikotsatz der aktuellen Kollektion auszeichnen zu können. Darüber hinaus begrüßt der Fußballkreis Heinsberg aus einem Lehrgang, der seitens des Fußballverbandes Mittelrhein speziell für weibliche Anwärter angeboten wurde auch zwei neue Schiedsrichterinnen im Kreis der schwarzen Gilde.

Ein besonderer Dank gilt dem Verein FC Union Schafhausen für die Bereitstellung des Vereinsheimes und der guten Kooperation während der Durchführung des Lehrgangs.

Der Kreislehrstab plant bereits den nächsten Anwärterlehrgang. Dieser soll turnusgemäß im Frühjahr 2012 stattfinden. Interessenten können sich schon jetzt zu diesem Lehrgang beim Öffentlichkeitsbeauftragten Sven Körfer anmelden. Bei Rückfragen seitens der Interessenten oder Vereinen steht Sven Körfer ebenfalls jederzeit zur Verfügung.

Kontaktdaten Sven Körfer: 0177 7555279 oder s.koerfer@fussballkreis-heinsberg.de

 


Spielbericht online auch auf Kreisebene

Die technische Entwicklung macht auch vor dem Fußballsport keinen Halt. Auf Verbandsebene ist der Spielbericht online sowohl im Senioren-, als auch im Juniorenbereich bereits mit Erfolg vor einiger Zeit eingeführt worden. Ab der kommenden Spielzeit wird dieser nun auch in der höchsten Seniorenklasse des Fußballkreises Heinsberg, der Kreisliga A zum Einsatz kommen.

Doch ebenso wie im Alltagsleben bringt diese technische Entwicklung zwar viele Vorteile, aber auch einige Umstellungen und Anpassungen sind notwendig. Für die Vereine bedeutet diese Neuerung die Notwendigkeit der technischen Aufrüstung an den Platzanlagen und auch für uns Schiedsrichter bringt diese Veränderung einen gewissen Aufwand mit sich. Schulungen und das Auseinandersetzen bzw. Einarbeiten in dieses System sind im Vorfeld zwingend erforderlich um vor Ort problemlos mit dem neuen Medium arbeiten zu können. Eine erste Schulung wurde auf einer Weiterbildung bereits vorgenommen, eine weitere wird auf dem kommenden Schulungsabend angeboten.

Darüber hinaus ist der Kreisschiedsrichterausschuss bemüht, seinen Schiedsrichtern alle Hilfsmittel zur Verfügung zu stellen, die einen reibungslosen Übergang zum Spielbericht online ermöglichen. Demnach hat der Lehrstab neben einer ausführlichen Präsentation auch noch eine Kurzform erstellt, die zu den ersten Spielen als Hilfestellung mitgeführt werden kann. Ferner sind wir derzeit bemüht einen Flyer zu erstellen, der die wichtigsten Aspekte stichwortartig noch einmal zusammenfasst.

Neben den beiden Präsentationen steht unten angeführt auch noch ein Link zum Video-Schulungsportal des DFB. Dort sind im unteren Bereich der Seite explizite Schulungsvideos für Schiedsrichter aufgeführt. Bei offenen Fragen stehen auch gerne die Mitglieder des Lehrstabes gerne jederzeit zur Verfügung.

 


Schiedsrichter werden - Lehrgang im September

Ohne den 23. Mann könnten die zahlreichen Jugend- und Seniorenspiele in den verschiedenen Klassen des Fußballkreises nicht in ordnungsgemäßen Bahnen durchgeführt werden. Dement-sprechend bietet der Kreisschiedsrichterausschuss (KSA) auch in diesem Jahr wieder Lehrgänge für Schiedsrichteranwärter an. Diese Lehrgänge richten sich nicht ausschließlich an Jugendliche, sondern auch an volljährige Fußballinteressierte oder ehemalige aktive Fußballer.

An zwei Freitagen und Samstagen (siehe Infokasten) erlernen die angehenden Spielleiter das DFB-Regelwerk, alle theoretischen Details und Finessen zur Abseitsregel, zum Erkennen und Be-werten von Foulspielen und vieles mehr. Die Ausbildung wird durch den Einsatz verschiedener Medien unterstützt und durch das Zeigen von Videoszenen aus der Bundesliga praxisorientiert gestaltet.

Der FC Union Schafhausen stellt für diesen Lehrgang sein Vereinsheim an der Platzanlage „Im Kuhlert“ (Im Kuhlert, 52525 Heinsberg) zur Verfügung. Teilnehmen dürfen natürlich Interessierte aus dem gesamten Kreisgebiet Heinsberg.

Der Kreisschiedsrichterausschuss bietet auch wieder einen besonderen Anreiz für die Vereine. Der Verein, der die meisten Anwärter stellt, wird mit einem vollständigen Schiedsrichter-Trikotsatz der Firma Adidas ausgezeichnet.

Für Rückfragen steht das für die Ausbildung zuständige KSA-Mitglied Sven Körfer zur Verfügung (s.koerfer(at)fussballkreis-heinsberg.de).

SK

 


Team "Scharze Gilde" auf Erfolgskurs

Schiedsrichter sein bedeutet mehr als nur Woche für Woche alleine oder im Gespann auf dem Platz zu stehen und seine Spiele zu leiten. Insbesondere der Teamgedanke steht bei uns Unparteiischen im Vordergrund, auch wenn wir auf dem Platz dann zumeist alleine agieren, falls uns keine Assistenten zur Seite stehen. Eine gemeinsame Freizeitgestaltung oder Freundschaften sind daher bei uns Schiedsrichtern ebenso anzutreffen, wie bei Fußballmannschaften, bei denen dies zumeist aufgrund der Mannschaft bereits unterstellt wird. Doch auch die Unparteiischen sind eine Mannschaft und das manchmal auch in doppelter Bedeutung. Dies bewies eine Gruppe von Schiedsrichtern aus dem Großraum Wegberg in den letzten Tagen eindrucksvoll. Aus einer anfänglichen Trainingsgruppe zur Erhaltung der körperlichen Fitness wurde die Idee geboren, an einem Freizeitturnier als Fußballmannschaft teilzunehmen – mit Erfolg. Das Turnier wurde gewonnen und die Schiedsrichter bewiesen wieder einmal, dass sie nicht nur an der Pfeife Leistung bringen können. Ein tolles Beispiel für Zusammenhalt und Freizeitvergnügen unter Schiedsrichtern. Im Folgenden berichtet Tom Eisentraut, der zur Erfolgsmannschaft gehörte über die Erlebnisse und Eindrücke der Turnierteilnahme.

Seit einiger Zeit traf sich unsere Gruppe aus vier bis fünf Schiris wöchentlich zum Training und mit der Zeit kamen neben dem Konditionstraining auch einzelne „Fußball-Einheiten“ dazu. Als wir dann eines schönen Abends nach dem Training zusammensaßen reifte die Idee, dieses fußballerische Können doch mal gegen Hobbyteams zu erproben. Die nächste Dorfmeisterschaft in unserer Ecke fand in Uevekoven statt und so meldeten wir uns unter dem Namen „Die schwarze Gilde“ und frohen Mutes für das Kleinfeldturnier an, ohne auch nur zu ahnen, wie gut dieses Turnier werden würde.

Nachdem wir zwei Wochen vorher mit dem „verschärften Training“ angefangen hatten, stand mit 10 Schiris und einer „Gastspielerin“ auch unser Kader. Im Tor spielte Marc Baltes, der in diesem Bereich die notwendige Erfahrung besaß. Davor in der Abwehr sollten René Heinen, Heiko Hudl und Teammanager Tom Eisentraut die Bälle abräumen und verteilen. Im Mittelfeld spielte David Koj auf der 6er-Position, davor Niklas Hermanns und Davids Schwester Julia Koj, die beide unsere Mannschaft mit ihren herausragenden, fußballerischen Fähigkeiten enorm bereicherten. Julia wechselte sich in der Regel mit unserer zweiten Spielerin, Nicola Jepkens, ab. In der Sturmspitze konnten wir mit Jonas Windeln, Salah Cheko, unserem Zugang aus dem Kreis Bonn, sowie unserem Spielertrainer Eric Erdkamp aus dem Vollen schöpfen.

So ging es dann von Eric, bei dem wir uns eine Stunde vor Turnierbeginn getroffen hatten, hoch motiviert und auch bestens mit isotonischen Getränken ausgestattet, zum Sportgelände in Uevekoven. Wir hatten uns für das klassische „Schiri-Schwarz“ entschieden und liefen folgerichtig in unserer schwarzen Kluft auf. Marc wählte als Torhüter den roten Dress.

Die Vorrunde wurde in zwei Sechsergruppen gespielt. In unserer Gruppe mussten wir gegen die Mannschaften BeWo Maria Hilf 1, Killerbienen, Dynamo Tresen, Damen Ü30 und Das Wolfsrudel antreten. Nach den Turnierregeln bekam eine Mannschaft, die mindestens eine Spielerin über die gesamte Spielzeit auf dem Feld hatte, ein Tor gutgeschrieben, was bei den meisten Mannschaften auch zutraf.

Das Spiel gegen „BeWo Maria Hilf I“ konnten wir trotz eines verschossenen Strafstoßes von Tom durch Tore von Niklas (2x) und Julia mit 4:1 für uns entscheiden. Hier kam auch zum ersten Mal unser ganz spezieller und schiritypischer Torjubel zum Einsatz. Nachdem Niklas sein erstes Tor erzielt hatte, zog er sich das Trikot über den Kopf und wurde prompt von der gesamten Mannschaft mit der gelben Karte „bestraft“. Die Partie gegen die Killerbienen gestaltete sich schon schwieriger, da unser Kombinationsspiel durch die gute Abwehr häufig unterbunden wurde. Dennoch konnte Julia sich einmal durchsetzen und bescherte uns so den 2:1-Sieg. Auch gegen das Team von Dynamo Tresen setzten wir uns mit einem Tor von René mit 2:1 durch. Die beste Abwehrarbeit stellte uns die Mannschaft „Damen Ü30“ entgegen und rang uns ein „torloses“ 1:1 ab. Im entscheidenden Spiel um den Gruppensieg stand uns dann die stark eingeschätzte Mannschaft „Das Wolfsrudel“ gegenüber. Da dieses Team keine Frau aufbieten konnte und somit von Beginn an einem 1:0-Rückstand hinterherlief, boten sich unserem Team laufend gute Chancen unser Kombinationsspiel über viele Stationen auszuspielen. Durch Tore von Eric, Julia und Niklas stand es am Ende 4:0, wobei wie auch in den Spielen zuvor immer noch zu viele Chancen liegengeblieben waren.

Dennoch: Es war vollbracht! Wir waren Gruppensieger mit 13 Punkten und 13:4 Toren. Zum ersten Mal war unser Schlachtruf wahr, den wir von Eric übernommen hatten: „Who am I?“ – „I am a Champion!“

Als Gruppenerster waren wir für das Halbfinale gegen das Team „Die Garefrekes“ qualifiziert. Auch gegen diese Mannschaft spielten wir grade zu erdrückend, wobei wir aufgrund der sehr kompakten Abwehr praktisch keine Torchance erspielen konnten. Kurz vor Ende nahm sich Spielertrainer Eric dann ein Herz und zog aus 15 Metern kraftvoll ab, was für uns den verdienten 2:1-Sieg und den Einzug ins Finale bedeutete.

Wirklich beachtenswert war die Stimmung in der Truppe. Immer wieder wurde sich aufgebaut und während der Spiele positiv unterstützt, nie fiel ein böses Wort oder wurde ein Mitspieler runtergemacht. Alle hatten sichtlich Spaß an diesem „Seitenwechsel“. Bereits jetzt hatten wir mit unserer Spielweise und unserem positiven Auftreten das Interesse vieler Zuschauer auf uns gezogen.

Im Finale ging es dann gegen die Truppe mit dem Namen „Zirkus Helmut und das lustige Huhn“, welche in Gruppe 2 den Gruppensieg geholt hatte und sich dann gegen die Killerbienen im Neunmeterschießen durchsetzen konnte. Auf unserer Truppe lastete kein Druck. Wir waren zum ersten Mal hier und hatten bereits jetzt einen mehr als respektablen Eindruck hinterlassen. Und so sagte dann auch Coach Eric in unserem Mannschaftskreis vor Beginn des Spiels: „Wir haben nichts zu verlieren, lasst uns einfach weiter Fußball spielen!“ Und das taten wir. In dem ausgeglichenen Spiel kam es auf beiden Seiten zu guten Torchancen, aber die Keeper waren gut aufgelegt und so ging es nach 12 torlosen Minuten in ein Neunmeterschießen, welches an Dramatik kaum zu überbieten war.

Zunächst musste Marc in den Kasten und konnte den platzierten Schuss leider nicht unter Kontrolle bringen. David konnte jedoch gewohnt sicher ausgleichen. Auch der zweite Schuss auf das Gehäuse von Marc war platziert und konnte nicht pariert werden. Aber auch René konnte seine Goalgetter-Qualitäten unter Beweis stellen und glich erneut aus. Nun begann ein wahrer Kampf gegen die Nerven. Die nächsten drei Schüsse unserer Gegner scheiterten an Marc oder den eigenen Nerven, aber sowohl Niklas und Julia als auch Marc selber vergaben ihre Neunmeter oder scheiterten am guten Keeper. Nun ging es also 1-gegen-1 weiter. Unsere Gegner bekamen nun zusehends Nervenflattern und vergaben erneut. Nun stellte sich die Frage, wer den nächsten Schuss abgeben sollte. Tom, der im ersten Spiel noch einen Strafstoß verschossen hatte, nahm sich ein Herz und donnerte den Ball in den linken Winkel!

Jetzt kannte die Freude natürlich keine Grenzen mehr! Die schwarze Gilde hatte die Uevekovener Dorfmeisterschaft gewonnen, was selbst Turnier-Organisator Seppi Böing ein wenig überraschte. Er übergab den Wanderpokal und eine Siegerprämie in Wertmarken mit der Bemerkung, dass heute bewiesen worden sei, dass nicht nur die Schiris werden, die nicht Fußballspielen können, sondern auch bei den Schiedsrichter gute Fußballer zu finden seien. Der Abend endete bei einem gemütlichen Beisammensein im Gespräch mit einigen anderen Teilnehmern und Zuschauern.

Unseren ganz herzlichen Dank möchten wir unseren Fans aussprechen, die uns über das gesamte Turnier prima unterstützt haben, ebenso den Sportfreunden aus Uevekoven für die tolle Organisation und natürlich auch unseren Schiri-Kollegen Dieter Schwarz, Martin Welter und Olaf Rohde für die gute und umsichtige Leitung der Spiele. Wir freuen uns bereits jetzt auf ein Wiedersehen zur Titelverteidigung im nächsten Jahr.

 


DFB Aktion "Danke, Schiri!"

Mehr als 78.000 Schiedsrichter sind DFBweit jedes Wochenendeauf den Fußballplätzen im Einsatz. Um dieses Engagement der Unparteiischen zu würdigen, hat der DFB nun die Aktion „Danke, Schiri!“ ins Leben gerufen.

Es sollen Schiedsrichter mit besonderen Verdiensten aus den Kategorien „Oldie“, „Schiedsrichter 20 – 45“ und „Schiedsrichterin“ geehrt werden. Die Kriterien sind dabei mannigfaltig und reichen von der Anzahl der Spielleitungen, sozialem Engagement im Sinne des Schiedsrichterwesens bis hin zu besonderen Ereignissen oder Leistungen. Ein genauer Kriterienkatalog ist der unten anstehenden Ausschreibung zu entnehmen.

Der Kreisschiedsrichterausschuss möchte alle Schiedsrichter bei der Auswahl geeigneter Kandidaten, die wir ggf. an den DFB/FVM weiterleiten werden, beteiligen. Ihr alle seid eingeladen, zu den jeweiligen Kategorien geeignete Kandidaten zu melden. Diese Meldung richtet ihr bitte bis zum 29.07.2011 per Mail mit einer kurzen Begründung, weshalb dieser Schiedsrichter euch als besonders geeignet für eine Nominierung erscheint an den Öffentlichkeitsbeauftragten Sven Körfer (s.koerfer@fussballkreis-heinsberg.de).


Schiedsrichter zeigen fußballerische Fähigkeiten

Der Sportartikelfachhandel FairSport in Erkelenz veranstaltete am Samstag, 09.07.2011 erstmals den FairSport Trainer-Messe-Cup. Eine Veranstaltung, zu der die im Kreis Heinsberg ansässigen Vereine Mannschaften anmelden konnten, denen nur im Verein tätige Trainer bzw. Betreuer angehören durften. Sehr erfreut war der Schiedsrichterausschuss, dass eine Einladung zur Teilnahme auch an die Unparteiischen im Kreis Heinsberg erfolgte. Gerne nahmen wir die Herausforderung an, unser Können auch am Ball unter Beweis zu stellen. Ein Zeichen dafür, dass die Integrität der schwarzen Gilde innerhalb der Vereine längst nicht so schlecht ist, wie dies oftmals behauptet wird. Sage und schreibe 15 Referees nahmen an diesem Turnier teil. Gespielt wurde auf drei Kleinspielfeldern auf dem Kunstrasenplatz des FC Wegberg-Beeck. Es wurden vier Gruppen zu je sechs Mannschaften gebildet, womit klar war, dass in der Gruppenphase fünf Partien auf dem Programm standen. Zur Verwunderung aller Anwesenden gelang es uns, die ersten drei Begegnungen zu gewinnen. Im vierten Spiel folgte ein Remis, gefolgt von einer unglücklichen 2:0 Niederlage im letzten Gruppenspiel. Durch das Erreichen des dritten Tabellenplatzes in der Vorrunde sicherten wir uns die Teilnahme am Viertelfinale. Dort unterlag unser Team äußerst unglücklich gegen die Mannschaft aus Erkelenz mit 4:3, was gleichzeitig das Aus im Wettbewerb bedeutete. Mit diesem Ergebnis ist es uns gelungen, ein Ausrufezeichen bzgl. unserer fußballerischen Qualitäten zu setzen und für Verwunderung bei dem ein oder anderen Trainer zu sorgen. Das Gerücht, Schiedsrichter sind die schlechtesten Fußballspieler, bestätigte sich keineswegs. Am Nachmittag ging ein für alle Teilnehmer schöner und vor allem für uns Schiedsrichter anders gestalteter Fußballtag zu Ende.

Die nächste Gelegenheit unsere fußballerischen Qualitäten zu präsentieren bietet sich bereits am Samstag, 16.07.2011. An diesem Tag findet das alljährliche Schiedsrichter-Turnier in Bergheim statt, zu welchem die Mannschaft des Fußballkreis Heinsberg als Titelverteidiger anreist. Man darf also gespannt sein...

 


Personelle Veränderungen im Kreisförderkader

Seit einigen Tagen gehört die Saison 2010/ 2011 der Vergangenheit an. Zeitnah mit Abschluss dieser Spielserie wurden die vom Deutschen Fußball-Bund und Fußball-Verband Mittelrhein getroffenen Auf- und Abstiegsentscheidungen innerhalb des Schiedsrichterwesens kommuniziert. Turnunsmäßig haben auch die im Kreisschiesdrichter-Ausschuss für das Jungschiedsrichterwesen zuständigen Personen die noch ausstehenden Entscheidungen über die Einteilung der Jungschiedsrichter innerhalb der einzelnen Jugendspielklassen sowie über die Zusammensetzung des Kreisförderkaders für die Saison 2011/ 2012 entschieden. Mit Beendigung der jüngsten Spielserie scheiden die Kameraden Benedict Baltes, Sebastian Heinen, David Koj, David Kunz und Jonas Windeln aus dem Jungschiedsrichter-Kreisförderkader aus.

Aufgrund ihres überdurchschnittlichen Engagements, ihrer ständigen Einsatzbereitschaft und den darüber hinaus guten Leistungen, wurden die Jungschiedsrichter Maximilian Appel, David Imkamp, Benedikt Kamp, Philipp Pelzer und Bastian Peters mit Beginn der bevorstehenden Saison in den Kreisförderkader berufen.

Der Kreisschiedsrichter-Ausschuss gratuliert den fünf jungen Nachwuchsschiedsrichtern zu diesem tollen Erfolg.

 


Aufstiegsentscheidung bei den Schiedsrichtern – erfreuliche Entwicklung im Spitzenbereich und keine Absteiger

Nachdem die sportlichen Entscheidungen in den jeweiligen Spielklassen gefallen sind, gilt es auch im Schiedsrichterwesen gleichermaßen über Auf- und Abstiege zu entscheiden. Die Schiedsrichter erhalten während der Saison eine bestimmte Anzahl an Beobachtungen und eine der Leistung entsprechende Punktzahl. Wie bei den Vereinen steigen am Ende einer Spielzeit die Bestplatzierten einer jeden Spielklasse auf und die Schlechtplatzierten ab. Weiteres Kriterium für einen etwaigen Aufstieg ab der Mittelrheinliga ist das Alter des Unparteiischen.

Der Fußballkreis Heinsberg ist in den Spielklassen der Bezirksliga bis zur Mittelrheinliga sehr gut vertreten. In der NRW-Liga (ehemals Oberliga) war der Fußballkreis seit der aktiven Zeit von Heiko Wolter, heutiger Vorsitzender des Kreisschiedsrichterausschusses, leider nicht mehr vertreten. Umso erfreulicher, dass in der kommenden Saison mit Christian Lex wieder ein Heinsberger Unparteiischer in dieser Liga Spiele leitet. Gemäß den Vorgaben entspricht Christian Lex nicht den formalen Altersvorgaben für den Aufstieg in die NRW-Liga, da er das 25. Lebensjahr überschritten hat. Seit der vergangenen Saison vergibt der FVM jedoch einen Platz in der NRW Liga für jeweils eine Spielzeit an den besten SR über 25 Jahren aus der Mittelrheinliga.

Aus der Landesliga in die Mittelrheinliga steigt in diesem Jahr Benjamin Boyle auf. In der Landesliga hingegen wird im kommenden Jahr Nicola Jepkens. Dies wiederum ist Voraussetzung dafür, dass sie in der 2.Frauenbundesliga pfeifen und in der Frauenbundesliga assistieren darf.

Ferner erfreulich ist die starke Präsenz der Heinsberger Schiedsrichter im Perspektivkader des Verbandes. Von insgesamt 16 Mitgliedern stellt der Fußballkreis mit Sven Körfer und Thomas Handschuhmacher (jeweils zweite Saison) sowie den Neuberufenen Benjamin Boyle und Nicola Jepkens vier SR des Talentförderkaders und gehört somit zu den stärksten Kreisen im gesamten FVM.

Darüber hinaus werden in der kommenden Saison Sven Körfer und Florian Heselmann als feste Assistenten in der NRW-Liga beim Aachener Schiedsrichter Michael Riesener fungieren. Thomas Handschuhmacher und Nicola Jepkens fungieren in dieser Klasse als Springer.

 

SK


Aufstiegsentscheidungen im DFB-Bereich – Heinsbergerin berücksichtigt

Nicht zuletzt aufgrund der Frauen WM in Deutschland genießt der Frauenfußball in diesem Jahr eine nie dagewesene Aufmerksamkeit der breiten Öffentlichkeit. Neben einigen strukturellen Veränderungen in den letzten Jahren, z. B. die Einführung der 2. Frauenbundesliga, hat auch die DFB Schiedsrichterkommission die Notwendigkeit der Umstrukturierung und Neuausrichtung erkannt und in den letzten Jahren einige Modifikationen durchgeführt. Im Zuge der zunehmenden Professionalisierung des Schiedsrichterwesens in den DFB Spielklassen, wurden auch die Anforderungen, aber auch die Rahmenbedingungen an und für die weiblichen Spitzenschiedsrichterinnen verändert.

In der vergangenen Woche entschied die DFB Schiedsrichterkommission über die jeweiligen Auf- und Abstiege der Schiedsrichter und Schiedsrichterinnen in den höchsten deutschen Ligen. Besonders erfreulich ist, dass in diesem Jahr mit der Schiedsrichterin Nicola Jepkens eine Unparteiische aus dem Fußballkreis Heinsberg bei diesen Entscheidungen berücksichtigt wurde. Ab der kommenden Saison wird Nicola Spiele in der 2. Frauenbundesliga leiten, in der sie bisher als SRA zum Einsatz kam. Aufgrund des fehlenden weiblichen Nachwuchses im Verbandsgebiet Mittelrhein, wird Nicola zwei Assistentinnen aus dem Landesverband Westfalen mitnehmen. Ferner wird sie zukünftig in der 1. Frauenbundesliga an der Seitenlinie assistieren.

Der Kreisschiedsrichterausschuss gratuliert Nicola Jepkens herzlich zu diesem Erfolg und wünscht ihr weiterhin „gut Pfiff“ für ihre Spielleitungen auf DFB Ebene.

SK


Gute Beteiligung bei praktischer Leistungsprüfung

Erfreut stellt der Kreisschiedsrichterausschuss auch in diesem Jahr wieder eine große Beteiligung an der diesjährigen praktischen Leistungsprüfung fest. Am 20. Mai 2011 nahmen rund 35 Jung- und Seniorenschiedsrichter die Möglichkeit wahr, auf der Laufbahn des Ratheimer Ohof-Stadions ihr läuferisches Können unter Beweis zu stellen. Hierbei wurden insgesamt sehr überzeugende Leistungen präsentiert und entsprechend gute Ergebnisse erzielt. Zahlreiche weitere Unparteiische unterstützen die aktiven Kameraden.

Wie auch in den letzten Jahren ist das Ablegen sowohl der theoretischen, als auch der praktischen Leistungsprüfung für unsere Seniorenschiedsrichter Voraussetzung, um Ansetzung für die höchste Spielklasse des Kreises, der Kreisliga A, zu erhalten. Für die Jungschiedsrichter des Kreisförderkaders gehört die praktische Leistungsprüfung in jedem Jahr zu den Pflichtterminen, auch wenn sie im Rahmen der KFK-Treffen weitere Laufprüfungen absolvieren. Für die Jungschiedsrichter, die in den Kreisförderkader berufen werden wollen, sind die theoretische und praktische Leistungsprüfung wichtige Indikatoren der Leistungsbeurteilung und der eventuell daraus resultierenden Berufung.

Neben dem Leistungsgedanken stehen aber vor Allem die Geselligkeit sowie der Austausch untereinander und das Kennenlernen neuer SR-Kameraden im Vordergrund. Insbesondere die zahlreich anwesenden neuen Kameraden aus dem in der vergangenen Woche abgeschlossenen Anwärterlehrgang nutzen die Möglichkeit, erste Kontakte innherhalb der „schwarzen Gilde“ zu knüpfen.

Um diese Umstände zu begünstigen, lud der Kreisschiedsrichterausschuss im Anschluss an den sportlichen Teil traditionell zum gemütlichen Verweilen bei Grillspezialitäten und Kaltgetränken ein, was wieder von vielen Schiedsrichtern gerne angenommen wurde. Das Fachsimpeln über die letzten Entscheidungen in der Bundesliga, die Auf- und Abstiegsentscheidungen in den Kreisligen, die letzten Spielleitungen und vieles mehr rundeten diesen geselligen Abend ab.

Der Kreisschiedsrichterausschuss wird allen Schiedsrichtern an einem zweiten Termin erneut die Möglichkeit einräumen, ihre praktische Leistungsprüfung abzulegen. Der genaue Termin wird in Kürze in der AM, auf der Homepage und per Mail bekannt gegeben. Diejenigen, die noch die theoretische LP nachholen wollen, wenden sich bitte an den Kreislehrwart Roland Jers.

 


27 neue Schiedsrichter ausgebildet

Den ersten Anwärterlehrgang in diesem Jahr schloss der Lehrstab des Fußballkreises Heinsberg am 14. Mai in Baal erfolgreich ab. An vier Lehrgangstagen brachten die Vortragenden Roland Jers, Sven Körfer, Michael Titze und Benjamin Boyle den Anwärtern die 17 Regeln des Fußballs nahe. An zwei Samstagen á 6 Stunden und zwei Freitagen á 3 Stunden wurden die potenziellen Schiedsrichter auf die Prüfung zum Schiedsrichter vorbereitet.

Die 30 Anwärter erlernten alle theoretischen Details und Finessen zur Abseitsregel, zum Erkennen und Ahnden von Foulspielen und vieles mehr. Zur Unterstützung der Vorträge setzten die Referenten diverse Medien ein. Folglich wurden z. B. Abseitssituationen durch Videoszenen oder Visualisierungen per Overhead-Projektionen verdeutlicht. Auch rege Diskussionen belebten den Lehrgang, legten bereits vorhandenes Regelwissen dar und zeigten gewonnenes Verständnis des DFB-Regelwerks.

Das erlernte theoretische Wissen bewiesen die Anwärter abschließend in einer mündlichen und einer schriftlichen Prüfung. Das Mitglied im Verbandslehrstab, Helmut Hüdepohl, wurde vom Fußballverband Mittelrhein aus Aachen in den Kreis Heinsberg gesannt, um die Prüfungen abzunehmen. Zuerst wurden jedem Anwärter einige Fragen gestellt, die in einem Kurzdialog mit dem Prüfer beantwortet werden mussten. Anschließend erhielt jeder Anwärter einen vom DFB generierten Test, der in schriftlicher Form binnen 30 Minuten gelöst werden musste.

Nach erfolgter Auswertung der Regeltests wurde den angehenden Schiedsrichtern die freudige Nachricht überbracht und es konnte 27 Anwärtern zur bestandenen Prüfung gratuliert werden.

Besonders freute sich der KSA, die beiden Lehrgangsbesten David Gatzen und Philipp Bröxkes mit einem Trikot der aktuellen Kollektion auszeichnen zu können. Ferner zeichnete der Kreisschiedsrichterausschuss den Verein Germania Teveren aus, der mit insgesamt 5 Anwärtern die meisten neuen Schiedsrichter stellt. Ein solches Engagement durch den Verein wurde ebenfalls mit einem Trikotsatz honoriert.

Ein besonderer Dank gilt dem Verein SV Baal für die Bereitstellung des Vereinsheimes und der guten Kooperation während der Durchführung des Lehrgangs.

Der Kreislehrstab plant bereits den nächsten Anwärterlehrgang. Dieser soll turnusgemäß im Herbst 2011 stattfinden. Interessenten können sich schon jetzt zu diesem Lehrgang beim Öffentlichkeitsbeauftragten Sven Körfer anmelden. Bei Rückfragen seitens der Interessenten oder Vereinen steht Sven Körfer ebenfalls jederzeit zur Verfügung.

Die neuen Schiedsrichter: Volker Bergert (SV Viktoria RW Waldenrath-Straeten), Marcel Böven, Mario Gerards, Timo Marienfeld, Kai Pennartz, Andreas Quadflieg (alle Germania Teveren), Philipp Bröxkes, Nicolas Schulze (beide SC Wegberg), Nicholas Busch (SC 09 Erkelenz), Christopher Depta (SV Ophoven), David Gatzen (SV Süggerath-Tripsrath), Daniel Gißel (Sportfreunde Uevekoven), Niklas Hermanns, Laurids Weßling (beide SV Helpenstein),Björn Ingenhaag (Sparta Gerderath), Frank Jansen (Viktoria Katzem), Christoph Konik, Benedikt Lennartz (beide FC Randerath-Porselen), Gregor Müller(Alemannia Aachen), Joel Neyka (Borussia Hückelhoven), Michael Rohrbeck (SV Baal), Fabian Schäfer (BW Kirchhoven), Roman Schmitz (DJK Gillrath), Ralf Siekmann (1. FC Wassenberg-Orsbeck), Florian Streckert, Björn Tuma (beide SV Golkrath), Maik Wende (SVG Aphoven-Laffeld)


Heinsberger Schiedsrichter auf Lehrgängen

Die Sportschule Hennef ist bei allen Verbandsschiedsrichtern bestens bekannt. In der Regel legt dort jeder Schiedsrichter ab der Bezirksliga aufwärts jährlich seine Leistungsprüfung ab. Neben diesem festen Termin, finden jedoch zahlreiche Lehrgänge, Tagungen und Seminare in der Sportschule statt. Der Monat April war für die Heinsberger Schiedsrichter besonderes Lehrgangsintensiv. Neben den beiden Teilnehmern beim Sichtungslehrgang für den Verbandsförderkader, Marc Baltes und Heiko Hudl, waren die JSR David Koj, Matthias Schieren und Jonas Windeln zum jährlichen Osterlehrgang in der Sportschule. Ferner waren Florian Heselmann, Thomas Handschuhmacher und Sven Körfer zum Tagesüberprüfungslehrgang des Perpektivkaders kurzweilig zu Gast. Thomas und Florian durften hinaus noch als Teil der Lehrgangsleitungen der Sichtungsmaßnahmen für den VFK weitere Tage in Hennef verbringen.

Im Folgenden berichten die JSR Marc Baltes und Jonas Windeln über ihre jeweiligen Lehrgänge. Der kurzweilige Lehrgang des Perspektivkaders wurde von den Heinsbergern Teilnehmern sehr erfolgreich absolviert und war in einigen Programmpunkten deckungsgleich mit dem Lehrgang des VFK, weswegen dieser hier keine eigenen Berücksichtigung findet.

Sichtungslehrgang für den VFK

Lehrgangstag 1

Nachdem alle aus den verschiedenen Kreisen erfolgreich angekommen sind, folgte nach kurzer Einleitung und Vorstellung, der wie jedes Jahr hervorragend arbeitenden Lehrgangsleitung, bestehend aus Helmut Friebertz, Michael Olligschläger, Tobias Litt und Thomas Handschuhmacher die erste Vorstellungsrunde unsererseits, die wie letztes Jahr schon unter Videoaufzeichnung stand. Danach gab es vor dem Mittagessen die ersten taktischen Tipps um die bevorstehenden Regeltests sicher zu bewältigen. Der Erste wurde dann im Anschluss an das Mittagessen geschrieben. Die Nachmittagsprogrammpunkte befassten sich komplett mit der Regel 12. Bei dem Vortrag wurden die Vorteile der Technik genutzt, um die Regel mit Videoszenen zu verdeutlichen. Anschließend gab es am frühen Abend auch die ersten (un)erfreulichen Resultate – das Ergebnis des ersten Regeltests. Nach der Besprechung des Tests betätigten wir uns selbst am Ball, ehe wir am Abend das Champions-Leageu Spiel der Schalker gemeinsam schauten.

Lehrgangstag 2

Der zweite Tag startete wie immer mit Frühsport und dem anschließenden Frühstück. Dann kam es zum Thema des Vormittags. Die von den Kreisen im Vorfeld zu erarbeitenden Projektvorträge wurden wie auch schon die Vorstellungsrunde unter Videoaufzeichnung vorgetragen. Dabei gab es bei jeder Gruppe nach dem Vortrag ein qualifiziertes Feedback vor dem Plenum, sodass Verbesserungen beim Vortragen und „Verkaufen“ erzielt werden sollten. Nach dem dann zu Mittag gegessen und eine kleine Pause eingelegt wurde, ging es um 14 Uhr weiter mit dem nächsten Regeltest. Damit abgeschlossen galt es sich in Gruppen im Seenot-Projekt zu beweisen und Team- und Diskussionsfähigkeit zu präsentieren. Mit vollem Magen wurde dann der dritte Regeltest vorgezogen, um die dadurch eingesparte Zeit für den Cooper-Test am nächsten Tag zu gewinnen. Das Abendprogramm bestand dann nicht wie geplant aus den jährlich stattfindenden „Hallen Masters“, sondern dem anderen Championsleague Halbfinale Real Madrid gegen FC Barcelona.

Lehrgangstag 3

Der dritte Lehrgangstag begann dann direkt für alle erfreulich, da die Lehrgangsleitung den Frühsport ausfallen ließ, um die Kraft für die praktische Prüfung zu sparen. Bevor wir jedoch unsere Laufschuhe schnüren mussten, wurde der 3. Regeltest besprochen und dessen Ergebnisse verkündet. Die letzten Fehler dann entdeckt, wurde der letzte, vierte Regeltest, der mit „sehr schwer“ betitelt wurde direkt hinterher geschoben. Anschließend ging es dann endlich auf die Laufbahn um den Cooper-Test, den 200-m-Sprint und den 50-m-Sprint zu laufen. Die Meisten erzielten dabei erfreuliche Ergebnisse. In der Pause zwischen Mittagessen und nächstem Programmpunkt bekamen dann 3 Kameraden von uns einen Anruf von Michael Olligschläger, der Christopher Wenzel, Frederik Richter und mich zu einem in der Sportschule stattfindenden Freundschaftsspiel nominierte. Dadurch verpassten wir zwar die Besprechung des 4. Regeltests und auch Teile der Videoanalysen der WM 2006, bekamen jedoch bei dem sehr anspruchslosen Spiel trotzdem ein Feedback von den beiden Beobachtern Litt und Olligschläger, das durchaus positiv ausfiel. Nach dem Spiel stießen dann die 3 Jungschiedsrichter wieder zur Gruppe und konnten bevor der JSR-Beauftragte Markus Müller den Lehrgang besuchte noch einige Szenen mit bewerten. Um halb Fünf traf der Leiter des Perspektivkaders und des Verbandsförderkaders dann ein und startete nach seiner kurzen Vorstellung auch direkt mit den Vorstellungen von uns, die von ihm auch meistens hinterfragt wurden, um einen Dialog zu erzeugen, der ihm dazu diente, einen Eindruck der Kandidaten zu bekommen. Anschließend wurden wir dann zum Abendessen entlassen. Nach einer abschließenden Sporteinheit, endete der Lehrgangstag mit einem geselligen Beisammensein und einem ungezwungen Austausch unter Kollegen.

Lehrgangstag 4

Nach dem Räumen der Zimmer und dem Frühstück gab es das Lehrgangsresümee. Zuerst durfte jeder von uns in Raum 31 zum Einzelgespräch und –bewertung. Anschließend gab es das Gespräch in der Gruppe, um eventuelle Verbesserungsvorschläge und gut gemachtes der Lehrgangsleitung von uns anzusprechen. Der letzte Punkt auf dem Lehrgangsprogramm Ostern 2011 war dann das Mittagessen bevor sich die Wege aller dann trennten.

 

VFK – Wochenlehrgang 18.04 bis 21.04.2011

Am 18.04.2011 um 7.30 Uhr machten wir, d.h. Mathias Schieren, David Koj und Jonas Windeln uns auf den Weg in die Sportschule Hennef. Nachdem wir von Markus Müller und der Lehrgangsleitung begrüßt worden waren, stand der erste Regeltest an. Als dieser geschafft war, trafen wir uns auf der Laufbahn um den Cooper–Test (12 min laufen, 200m und 50m) zu absolvieren. Als nun unsere geistige und körperliche Fitness überprüft war gab es eine kleine Stärkung. Nach einer kleinen Pause begannen wir mit der Regeltestbesprechung und stiegen in die Vorträge am Nachmittag ein. Zuerst befassten wir uns mit dem Thema ,,Motivation und Führung“, welches uns verdeutlichen sollte, wie wichtig es ist in jeder Spielleitung voll motiviert zu sein. Zugleich gab das Referat uns einige Hilfestellungen uns und unser Gespann zu motivieren. Im nächsten Vortrag befassten wir uns mit den Coachings des VFK aus der ersten Hälfte der Saison. Hierbei wurden uns die Fehler verdeutlicht, welche am häufigsten passierten. Außerdem wurden Verbesserungsmöglichkeiten besprochen. Den Abend ließen wir gemeinsam im Saunabereich der Sportschule ausklingen.

Der Dienstag begann um 7.00 Uhr mit einem ausgiebigen Frühsport. Nach einer Stärkung trafen wir uns zum 2 Regeltest. Dieser Test war etwas anders gestaltet als normale, uns bekannte Tests: der automatische Regeltest besteht aus 100 Fragen, diese Fragen werden nacheinander in einem Abstand von 20 sec. an die Wand projiziert und man muss versuchen die Fragen schnell zu lesen und dann die richtige Antwort aufzuschreiben. Hierbei wird die Entscheidungsschnelligkeit, wie sie auch im Spiel vorhanden sein muss, trainiert. Anschließend befassten wir uns mit dem wichtigen Thema ,,Vorteilsanwendung in der Spielleitung’’ und erarbeiteten ein paar Grundlegende Regeln, um die Vorteilsanwendung auch wirklich als einen Vorteil in unserer Spielleitung zu gebrauchen. Folgend referierte Markus Müller über die Wichtigkeit, die richtigen persönlichen Charakterzüge und Führungseigenschaften zu besitzen, um eine sichere Spielleitung zu haben. Nach der Besprechung des Automatischen Regeltests und einem Referat über das Stellungsspiel des Schiedsrichters hielt Gastreferent Florian Heslemann einen Vortragzum Thema: ,,Mehr als Regeln“. Dieser Vortrag basiert auf einer Initiative des FVM–Präsidiums, das zu mehr Menschlichkeit und Verständis im Rahmen der Gemeinschaft des Fußballsports aufruft. Am Abend zeigten die Teilnehmer des Lehrgangs, beim „VFK Fußball Hallenmasters“ ihr können.

Nach dem erneuten Frühsport, trafen wir uns am Mittwochmorgen zum 3. Regeltest. Anschließend wurde uns der am Nachmittag zu absolvierende FIFA-Test näher gebracht. Daraufhin befassten wir uns mit der Rhetorik auf dem Fußballplatz. Hierbei ging es um non- verbale und verbale Kommunikation sowie deren Einsatz. Am Nachmittag bekamen wir dann ein passendes Referat zum Thema „Verhalten und Körpersprache des Schiedsrichters“ zu hören. Dies machte uns deutlich, wie unsere Verhalten und unsere Körpersprache auf andere Menschen um – und auf dem Platz wirkt, und wie wir ihr Verhalten besser deuten können. Als wir den dritten Regeltest besprochen hatten stieß der Perspektivkader zu uns und gemeinsam wurde der FIFA–Test absolviert. Nach dem Abendessen folgte ein sehr interessanter Vortrag des Gastreferenten Andreas Joswig, der sich neben seiner Tätigkeit als Beobachter der Regionalliga und der A- und B-Jugend-Bundesliga seit Jahren mitverantwortlich für die Sichtung von Nachwuchstalenten für die DFB-Spielklassen zeichnet. Er sprach hauptsächlich über die Bereiche Spielentwicklung und über das Anforderungsprofil, welches der DFB an seine Nachwuchsschiedsrichter stellt. Der anschließende Umtrunk lud zum zwanglosen Austausch zwischen dem VFK und dem PK sowie mit Andreas Joswig.

Der letzte Lehrgangstag wurde für Einzelgespräche genutzt, in dem jedem sein aktueller Stand aufgezeigt und etwaige Optimierungsmöglichkeiten besprochen wurden. Parallel hielt Jan F. Orth (FVM Präsiudiumsmitglied und Mitinitiator der Dana-Cup-Seminarfahrt) einen Vortrag über den demnächst anstehenden Dana–Cup. Es ist ein großes internationales Fußballturnier, an dem die Schiedsrichter des VFK teilnehmen, um Spiele zu leiten und um intensiv von erfahrenden Schiedsrichtern gecoacht zu werden. Er gab uns erste Infos über Ablauf und Verhaltensregeln die in dieser Zeit gelten. Vor dem Mittagessen gab Michael Riesener uns noch ein paar wichtige Dinge aus dem „Schiri-Knigge“ mit auf den Weg. Hierbei ging es hauptsächlich um das richtige Verhalten und das ordentliche Auftreten rund um eine Spielleitung in den höheren FVM-Klassen. Am Nachmittag analysierten wir noch einige Videoszenen aus der Bundesliga und diskutierten angeregt die Entscheidungen unserer Kollegen.

Nach dem erfolgten Lehrgangsresümee wurde die lehrreiche und intensive Woche beendet und alle Teilnehmer traten die Rückreise in ihre Kreise an.


4. Heinsberger SR-Zeitung erschienen

Der Kreisschiedsrichterausschuss veröffentlicht mit der aktuellen Publikation bereits die 4. Ausgabe der Heinsberger Schiedsrichterzeitung. Nach erfolgreicher „Testphase“ und dem erfreulich positivem Feedback aus der Schiedsrichtergemeinschaft, entwickelt sich die Heinsberger Schiedsrichterzeitung zu einer festen Größe.

Die SR Zeitung soll den Kontakt zu unseren Schiedsrichtern optimieren und zeitnah Informationen aus dem Ansetzungs-, Lehr-, Jungschiedsrichterbereich sowie der Öffentlichkeitsarbeit weitergeben. Auch eine Terminübersicht der kommenden Monate ist wieder enthalten. Die in der letzten Ausgabe neu eingeführte Rubrik „Einer von uns“ wird ebenfalls fortgesetzt.

Für Anregungen, ein Feedback oder Kritik steht der Öffentlichkeitsbeauftragte Sven Körfer gerne zur Verfügung.


Mitglieder des Kreisförderkaders in neuem Outfit

Der Kreisschiedsrichterausschuss hat dafür gesorgt, dass die besonders förderwürdigen jungen Kameraden des Jungschiedsrichter-Kreisförderkaders mit einheitlichen Kleidungsstücken ausgestattet sind. Zu Jahresbeginn erhielt jedes Gruppenmitglied ein neues Poloshirt des Sportartikelherstellers Adidas inklusive Aufdruck. Durch die einheitliche Kleidung ist fortan auch ein optisch einheitliches Auftreten unseres Kreisförerkaders gewährleistet.

Ein besonderer Dank gilt auch der Firma FairSport. Ohne die finanzielle Unterstützung des Sportfachhandels aus Erkelenz wäre diese Anschaffung nicht möglich gewesen.


Lösung des Regelchecks vom 14.03.2011

Im Rahmen der Jungschiedsrichter-Weiterbildung am 14.03.2011 erhielten die anwesenden Personen einen fünf Regelfragen umfassenden Test.

Diese Regelüberprüfung soll der selbstständigen Kontrolle des eigenen Wissens dienen. Der Vollständigkeit halber ist die Musterlösung an dieser Stelle veröffentlicht und der zum Download bereitstehenden Datei zu entnehmen.

 

 

 



Seminarreise des Perspektivkaders

Im Rahmen der Qualifizierungsprogramme des Verbandsschiedsrichterausschusses des FVM befand sich vom 15.01.2011 bis 22.01.2011 eine Verbandsdelegation in Ramsau im Berchtesgadener Land. Über die Einladung, als Mitglieder des Perspektivkaders an dieser Seminarreise teilnehmen zu dürfen, freuten sich die Heinsberger Vertreter Thomas Handschuhmacher, Florian Heselmann und Sven Körfer bereits im Vorfeld.

Unter der Führung von FVM-Vizepräsident Dr. Stephan Osnabrügge, dem sportlichen Leiter und VSA-Mitglied Markus Müller, dem stellvertretenden Vorsitzenden des VSA Peter Oprei und Christoph Merkert, nahmen 14 Schiedsrichter an dieser Seminarreise teil. Im Fokus des einwöchigen Aufenthaltes am Taubensee standen intensive Persönlichkeitsschulungen, theoretische Leistungsüberprüfungen und Fachvorträge. Fachvorträge, welche im Wesentlichen darauf abzielten, uns jungen aufstrebenden Schiedsrichtern die theoretischen Kenntnisse zu vermitteln, welche notwendig sind, um Fußballspiele in den höchsten Spielklassen zu leiten. Diese lagen schwerpunktmäßig in den Bereichen der Auftretens- und Persönlichkeitsschulung und beschäftigten sich mit Inhalten wie „Taktisches Verhalten im Spiel“, „Wie meistere ich kritische Situationen?“, „Professionelle Selbststeuerung“ sowie dem „Erkennen von Gewaltpotenzialen im Spiel“. Aber auch das immer wichtiger werdende Thema „Rassismus im Fußballsport“ wurde ausführlich besprochen und analysiert.

Im Rahmen der theoretischen Leistungsprüfung war ein 100 Fragen umfassender Regeltest zu absolvieren. Um die Teilnehmer in eine zusätzliche Stresssituation zu versetzen, wurde jede Frage einzeln über den Beamer auf eine Leinwand projiziert. Innerhalb von 20 Sekunden musste die Frage gelesen, die geschilderte Situation analysiert und die Antwort notiert werden. Eine Aufgabe, die nicht zu jedem Zeitpunkt einfach zu bewältigen war und für die ein oder andere Stresssituation sorgte, da niemand Gefahr laufen wollte, den Anschluss an die nahtlos aufeinander folgenden Regelfragen zu verlieren.

Ein Highlight dieser Seminarwoche war sicherlich der Besuch von FIFA-Schiedsrichter Dr. Felix Brych. Felix stellte sich in einem 90-minütigen Gespräch den vielen und teilweise auch kritischen Fragen der jungen Unparteiischen. Ein Besuch, der sicherlich nicht alltäglich ist und bei allen Teilnehmern für Begeisterung sorgte. Ebenfalls nicht selbstverständlich war der Besuch des Verbandsschiedsrichterobmanns des bayerischen Landesverbandes, Rudi Stark. Der Vater des bekannten FIFA-Schiedsrichters Wolfgang Stark informierte in einem einstündigen Vortrag über die Verfahrensweise und Struktur des Schiedsrichterwesens in Bayern.

Dass auch das Freizeitprogramm nicht zu kurz kommen sollte, machte das Delegationsmitglied Dr. Stephan Osnabrügge bereits bei seiner Begrüßungsrede deutlich. Neben dem Aspekt der kontinuierlichen Leistungsverbesserung, sei diese Qualifizierungsmaßnahme auch als Dankeschön an uns Schiedsrichter für das in der Vergangenheit überdurchschnittliche gezeigte Engagement zu verstehen. Das bessere Kennenlernen der Teilnehmer untereinander wurde insbesondere durch diesen Teil der Seminarreise sowie die gemeinsam gestalteten Abende im Aufenthaltsraum unserer Herberge gefördert.

An vier Tagen bestand die Möglichkeit, mit einer Gruppe die umliegenden Skigebiete aufzusuchen. Wir, als begeisterter Skifahrer, freuten uns natürlich besonders über diese Art des Freizeitpro-gramms. Und da nicht nur die Teilnehmer, sondern auch das Wetter sich von seiner besten Seite zeigte, verbrachten wir schöne Stunden auf verschiedensten Pisten Österreichs. Durch die ge-lungene Mischung aus „Seminar- und Freizeitprogramm“ wurde diese einwöchige Seminarreise für uns zu einem wirklich schönen Erlebnis. Die im Vorfeld gesteckten Ziele und Erwartungen wurden erfüllt – wenn nicht sogar übertroffen.

Wir freuen uns sehr, als Mitglied dieser wirklich tollen Truppe an dieser Veranstaltung teilgenommen zu haben. Allen – insbesondere den noch jungen Schiedsrichtern – können wir an dieser Stelle nur empfehlen, das Hobby „Schiedsrichterei“ zu intensivieren, Engagement für diese wirklich tolle Sache zu zeigen und sich somit für höhere Aufgaben zu empfehlen. Diese Seminarreise sollte das beste Beispiel dafür sein, dass es sich hierbei nicht nur um ein Geben eurerseits handelt, sondern von Fußballkreis und Fußballverband auch einige „Leckerbissen“ dafür geboten wird.


Gelungenes Seminarwochenende des Kreisförderkaders

Vom 07. bis zum 09. Januar 2011 verbrachte der JSR-Kreisförderkaders des Fußballkreises Heinsberg erstmalig ein gemeinsames Seminarwochenende mit selbiger Fördergruppe des Kreises Aachen in der Sportschule Hennef.

Die Veranstaltung, die unter der Leitung der Aachener KSA-Mitglieder Michael Riesener und Hans-Jürgen Kreutzer sowie Florian Heselmann und Thomas Handschuhmacher stand, diente in erster Linie der Optimierung der Spielleitung. So lag ein Schwerpunkt des Seminars auf der Vermittlung und Festigung regeltechnischen Wissens, das anhand von Vorträgen zur Regel 12, dem Kernstück des Regelheftes, sowie zu den wichtigsten Ausnahmen im Regelwerk vermittelt und in Form von zwei Regeltests überprüft wurde. Ergänzt wurden diese primär theoretischen Programmpunkte durch praxisorientierte Vorträge, die sich mit der Taktik des Schiedsrichters, dem Umgang mit verschiedenen Spieltertypen und der Bewältigung von Stresssituationen befassten.

Ein Highlight dieses Programmteils stellte ohne Zweifel der Besuch des Drittligaschiedsrichters Stefan Glasmacher dar. Der Aachener Referee gab in einem interaktiven Vortrag Einblicke in das ideale Persönlichkeitsprofil eines Schiedsrichters und beeindruckte die jungen Talente mit anschaulichen Beispielen aus der Praxis.

Auch das VSA-Mitglied Markus Müller, der als Koordinator für Nachwuchsförderung zeitgleich den Lehrgang des Verbandsförderkaders in Hennef leitete, ließ es sich nicht nehmen, den Aachener und Heinsberger Talenten einen Einblick in das Fördersystem des FVM, die Anforderungen und die Chancen für Jungeschiedsrichters auf Verbandsebene zu geben.

Abgerundet wurde das inhaltliche Programm schließlich durch einen Vortrag von Thorsten Peters. Der Beobachter und Beisitzer in der Bezirksspruchkammer II und zeitgleich ehemaliges KSA-Mitglied in Heinsberg, sprach über das Rechtssystem im deutschen Fußball sowie die Rollen des Schiedsrichters vor der Spruchkammer und weckte die Aufmerksamkeit der jungen Schiedsrichter mit interessanten Beispielen.

Neben diesen inhaltlichen Akzenten diente das Seminarwochenende aber auch gemeinschaftsfördernden Zwecken. Die talentierten Jungschiedsrichter erhielten die Möglichkeit, sich über mehrere Tage näher kennen zu lernen, als Gruppe zusammenzuwachsen und darüber hinaus neue Kontakte über die Kreisgrenzen hinweg zu knüpfen.

Das Wochenende in Hennef war mithin eine rundum gelungene Veranstaltung, die die Mitglieder des Kreisförderkaders nicht nur weiterbildete, sondern auch zu einer Gemeinschaft zusammenwachsen ließ. Die in dieser Form erstmalig durchgeführte Veranstaltung stellt ein wichtiges und bedeutsames Instrument in der effektiven JSR Förderung dar, so dass eine regelmäßige Wiederholung angestrebt wird.

Unser Dank gilt den zuständigen Ausschussmitgliedern des Kreises Aachen, auf deren langjährige organisatorische Erfahrung wir zurückgreifen konnten.


Überraschungssieg beim 15. Kölner JSR-Turnier

Nach einjähriger Pause veranstaltete der Fußballkreis Köln wieder sein traditionsreiches Fußballturnier für Jungschiedsrichter aus dem gesamten Verbandsgebiet Mittelrhein. Auch der Fußballkreis Heinsberg nahm die Einladung wieder gerne an und entsandte eine Mannschaft nach Köln. Dass es sich um eine gute Truppe handelte, war allen bewusst. Was aber dann in Köln geschah, überraschte wohl alle – auch die Spieler selbst. Nach langjähriger Abstinenz gewann der Fußballkreis Heinsberg das Turnier und holte den Pokal in den westlichen Kreis des FVM. Der KSA gratuliert allen Beteiligten zu diesem Erfolg und freut sich, dass der Kreis Heinsberg nicht nur sportlich vorbildlich in Köln repräsentiert war. Auch dem Veranstalter gilt unser großer Dank für die tolle Organisation und die reibungslose Durchführung. Der Spieler des Siegerteams, David Koj, schildert im Folgenden in der Form eines Erlebnisberichtes seine Eindrücke und den Weg zum Sieg.

Die Mannschaft des Fußballkreises Heinsberg nahm wie jedes Jahr am 16.01.2011 am 15. Jungschiedsrichterturnier in Köln teil. Pünktlich um 8 Uhr machte sich die Delegation um die Betreuer Benny Boyle und Michael Titze sowie 7 JSR, die an diesem Tag die Pfeife gegen den Ball tauschten, ab Erkelenz auf den Weg nach Köln.

Angesichts der Erfahrungen der letzten Jahre galt die Vermeidung des letzten Platz als oberstes Ziel. Es gab vier 4er-Gruppen und im ersten Spiel der Gruppe D trat der Fußballkreis Heinsberg gegen den Verbandsförderkader an. Das Spiel endete mit einer 0:1 Niederlage von Heinsberg, doch der gefeierte Spieler des Auftaktspiels war Jonas Windeln, der mit einem genialen Hackentrick die gesamte VFK-Abwehr alt aussehen ließ. Das Tor des Spiels erzielte Andreas Fußwinkel, der nach einem Ballverlust des letzten Heinsberger Verteidigers allein auf Tor zu lief und den Ball am Torwart Marc Baltes vorbeilegte.

Als Gruppenletzter mussten die Heinsberger nun gegen den Kreis Euskirchen antreten und es entwickelte sich auf dem großen Platz ein sehr unterhaltsames Spiel, welches die Heinsberger souverän durch Tore von Safa Dikenli, Bastian Peters und Jonas Windeln mit 3:0 gewannen. Für das entscheidende Gruppenspiel musste Heinsberg gegen Köln IV in der kleineren Halle 1 antreten. Der Mannschaft gelang auch hier durch zwei Tore von Mathias Schieren und jeweils eins von Safa und Bastian das Spiel klar mit 4:0 zu gewinnen und somit sich als Gruppenzweiter für die Gewinnergruppe zu qualifizieren.

Das erste Spiel der Heinsberger fand in der größeren Halle gegen den hoch favorisierten Serienmeister der letzten drei Jahre, Düren statt. Aber nach dem frühen und zu diesem Zeitpunkt auch überraschenden Führungstor des Außenseiters durch Bastian erhöhte Düren den Druck auf das Heinsberg Tor – mit Erfolg: Drei Minuten vor Abpfiff setze sich der beste Dürener Spieler mit einem Dribbling durch legte den Ball am herausstürmenden Torwart vorbei und wurde regelwidrig von den Beinen geholt. Der fällige Strafstoß wurde in der unteren rechten Ecke verwandelt. Trotz weiterer nennenswerter Tormöglichkeiten für Düren blieb es beim umkämpften 1:1. Umso mehr standen die Kreisvertreter aus Heinsberg im zweiten Gruppenspiel gegen Köln III unter Zugzwang. Es war von Anfang an ein spannendes und ausgeglichenes Spiel mit vielen Chancen auf beiden Seiten. Safa erzielte das wichtige und entscheidende Tor: 1:0 Heinsberg. Nun galt es im letzten Spiel als Gruppenzweiter gegen den Dritten Köln II noch mal alle Kräfte zu mobilisieren.

Nun ging es um den Einzug ins Halbfinale. In dem Entscheidungsspiel in der großen Halle merkte man von Beginn an die Wichtigkeit des Spiels, sodass beide Mannschaften hinten sicher standen und deswegen im Angriff äußerst wenige Chancen zustande kamen. Die Heinsberger Mannschaft, welche sowieso nur mit 7 Spielern angereist war, wurde zusätzlich geschwächt, da ihr Edeljoker Jonas Windeln sich im Spiel mit einer Fußprellung verletzt hatte und nun als einziger Auswechselspieler nicht mehr zu Verfügung stand. Von Anfang an rührten die Abwehrspieler Mathias und David Beton an und mauerten das Tor von Marc zu. Nach 12 Minuten stand das Ergebnis fest: 0:0 Unentschieden und den vor dem Turnier für nie möglich gehaltenen Einzug ins Halbfinale.

Natürlich war die Freude über das erreichen des Halbfinales überwältigend, dennoch war es der Mannschaft bewusst, dass niemand im Verband oder im Kreis mit einem derartigen Abschneiden bei diesem Turnier gerechnet hat. Nun war es so, dass das Heinsberger Halbfinale gegen Köln VI in der großen Halle stattfand, welches aus Heinsberger Sicht bedeutete, dass wegen der Verletzung des einzigen Auswechselspielers ein Ein- und Auswechseln unmöglich machte. Deshalb mussten die anderen sechs Spieler auf die Zähne beißen und die 12 Minuten möglichst gegentorlos zu überstehen. Es entwickelte sich eine Abwehrschlacht über die fast gesamte Spielzeit, die nur durch vereinzelte Entlastungsangriffe unterstützt wurde, jedoch stand die „Null“ beim Abpfiff auf beiden Seiten, sodass es zum entscheidenden Neunmeterschießen kam: Köln begann und traf und Safa glich für Heinsberg aus. Den weiten Neunmeter für Köln schoss der Schütze an den linken Pfosten. Folglich konnte David Koj nun seinen Kreis in Führung bringen, doch sein unplatzierte Schuss konnte der sich zwei Meter vor dem Tor stehende Kölntorwart parieren, sodass der Schuss wiederholt werden musste. Der zweite Schuss war besser geschossen und landete im linken Winkel. Nun sollte der große Augenblick für den Heinsberger Torwart Marc Baltes kommen, doch der dritte Kölner Spieler versenkte auch diesen Neunmeter zum Ausgleich. Heinsberg hatte aber noch einen Schuss und der Torwart selbst ging zu Punkt und schoss den Ball präzise in die rechte untere Ecke. Das Halbfinale war gewonnen und Heinsberg stand im Finale gegen den schon bekannte Favoriten Düren.

Den Trainern fehlten die Worte bei der Ansprache zum Finalspiel und in den Gesichtern war deutlich zu sehen, dass Heinsberg dieses Jahr als Überraschungsteam den Pokal gewinnen wollte. Dennoch gab es einen Unterschied im Vergleich zum letzten Aufeinandertreffen, denn es wurde auf dem kleineren Feld in der Halle 1 gespielt. Die Dürener spielten von Anfang an offensiv und versuchten ihr Glück durch Fernschüsse, welche zwar oftmals auf Tor kamen aber ihren Meister im Torwart Marc Baltes fanden. Die Heinsberger dagegen setzten auf ihren Kontertaktik, indem sie hinten kompakt verteidigten und dann in der kleinen Halle schnell einen Konter starten wollten. Erwähnenswert ist eine Situation in der ein Dürener Spieler aufs Tor schoss und der Torwart zur Ecke klärte. Obwohl der Schiedsrichter dies nicht gesehen hatte und auf Abstoß entschied, korrigierten die Heinsberger Spieler selbständig die Entscheidung und teilten dem Schiedsrichter mit er möge bitte auf Ecke gegen sie entscheiden, da der Fair-Play-Gedanke immer noch an oberster Stelle stehen sollte.

Dennoch war es ein interessantes Spiel, da Düren weiterhin auf das Siegtor spielte, aber Heinsberg clever verteidigen konnte und schließlich durch einen groben Ballverlust sogar mit 1:0 durch Safa in Führung ging. Danach musste Düren natürlich noch offensiver spielen, um das Spiel doch noch für sich zu entscheiden und abermals war es ein Konter der den Heinsbergern die 2:0 Führung vier Minuten vor Schluss durch Mathias ermöglichte. Doch trotz dieser vermeintlichen Vorentscheidung drehte die Favoriten weiter auf und erziehlten zwei Minuten vor dem Ende den Anschlusstreffer zum 2:1. Nun warfen sie alles nach vorne und die zunehmend unter Druck geratenen Heinsberger schossen die Bälle nur noch aus de eigenen Hälfte raus. Der letzte Angriff kam wieder über den stärksten Dürener Spieler, welcher gleich drei Heinsberger austanzte und dann den Ball am Torwart aber auch Zentimeter am Tor vorbeilegte. Anschließend war das Spiel aus und Heinsberg gewinnt das 15. JSR-Turnier in Köln auf sensationelle Art und Weise. Besonderen Dank gilt den Organisatoren des Turniers und allen Mannschaften die daran teilgenommen haben.


Jahresabschluss der Schiedsrichter

Bei der letzten Weiterbildung eines Jahres lassen die Schiedsrichter im Kreis mittlerweile fast traditionell das abgelaufene Jahr gemeinsam ausklingen. Im Vordergrund steht hierbei das gemütliche Beisammensein.

Folglich kamen rund 90 Schiedsrichterkameraden in Oberbruch zu letzten Weiterbildung im Jahr 2010 zusammen. Der Vorsitzende des Kreisschiedsrichterausschusses, Heiko Wolter, eröffnete die Weiterbildung mit einer kurzweiligen Ansprache, in der er das Jahr 2010 resümierte und Geschehnisse sowie Entwicklungen aufzeigte.

Als Rahmenprogramm wurde ein Bingospiel veranstaltet, bei dem Trikotsätze, Handtücher und Sporttaschen der Marke „adidas“ unter den Schiedsrichtern verspielt wurden. Über die Preise freuten sich Stefan Lindt, Thorsten Peters, Francisco Jungblut, Julian Rönnebeck, Marc Baltes, Mathias Schieren, Mesut Aygün und Johannes Lahey.

Abgerundet wurde der Abend durch den regen Austausch der Schiedsrichterkameraden untereinander. Die vom Fußballkreis Heinsberg organisierten Freigetränke luden zum Verweilen ein und förderten das gesellige Beisammensein. Eine Fotoshow erinnerte noch einmal an die Veranstaltungen und besondere Momente des Jahres 2010.

Die nächste Weiterbildung findet nach der Winterpause am 07. Februar 2011 statt. Alle Termine für das Jahr 2010 stehen ab sofort im Downloadbereich bereit.



3 Heinsberger Jungschiedsrichter aufgestiegen

Im Rahmen der jährlich stattfindenden Jungschiedsrichter-Maßnahmen, die vom Fußball-Verband Mittelrhein zwecks Sichtung neuer junger Talente veranstaltet werden, konnten die Heinsberger Jungschiedsrichter David Koj, Mathias Schieren und Jonas Windeln mit positiven Leistungen überzeugen. Aus diesem Grund wurde das Heinsberger Trio zu dem am 06.11.2010 stattfindenden Qualifizierungslehrgang in die Sportschule Hennef eingeladen. Sehr erfreulich, dass es allen Dreien gelungen ist, ihre hervorragenden Leistungen erneut bestätigen. Lohn für die harte Arbeit ist der Aufstieg in den Verbandsförderkader (VFK). David, Mathias und Jonas gehören fortan dem für junge Schiedsrichter ranghöchsten Fördersystem des Fußballverbandes Mittelrhein an und bilden mit den rund 15 anderen Mitgliedern des VFK die „Verbandsauswahl der jungen Schiedsrichter" – eine ebenso große Ehre wie Verantwortung!

Der Kreisschiedsrichterausschuss freut sich sehr über die positiven Resultate und gratuliert recht herzlich zum Aufstieg.


Der Kreisschiedsrichterausschuss Heinsberg freut sich besonders, es ermöglichen zu können, dass die Jungschiedsrichter des Kreisförderkaders des Fußballkreis Heinsberg vom 07.01.2011 bis 09.01.2011 ein Trainingslager in der Sportschule Hennef bestreiten können. Diese Maßnahme, welche unter der Leitung von Florian Heselmann und Thomas Handschuhmacher stehen wird, dient der intensiven und gezielten Weiterbildung unserer Nachwuchskräfte im Schiedsrichterwesen. Durchgeführt wird diese Veranstaltung gemeinsam mit dem Fußballkreis Aachen, wodurch diese Maßnahme einen kreisübergreifenden Charakter erhält.


14 neue Schiedsrichter ausgebildet

Den zweiten Anwärterlehrgang in diesem Jahr schloss der Lehrstab des Fußballkreises Heinsberg am 2. Oktober in Übach-Palenberg erfolgreich ab. An vier Lehrgangstagen brachten die Vortragenden Roland Jers, Sven Körfer, Thomas Handschuhmacher, Michael Titze und Benjamin Boyle den Anwärtern die 17 Regeln des Fußballs nahe. An zwei Samstagen á 6 Stunden und zwei Freitagen á 3 Stunden wurden die potenziellen Schiedsrichter auf die Prüfung zum Schiedsrichter vorbereitet.

Die 14 Anwärter erlernten alle theoretischen Details und Finessen zur Abseitsregel, zum Erkennen und Ahnden von Foulspielen und vieles mehr. Zur Unterstützung der Vorträge setzten die Referenten diverse Medien ein. Folglich wurden z. B. Abseitssituationen durch Videoszenen oder Visualisierungen per Overhead-Projektionen verdeutlicht. Auch rege Diskussionen belebten den Lehrgang, legten bereits vorhandenes Regelwissen dar und zeigten gewonnenes Verständnis des  DFB-Regelwerks.

Ebenfalls gehört zur Ausbildung zum Schiedsrichter eine praktische Einheit. Demnach absolvierten die Anwärter den klassischen Cooper-Test (12-Minuten-Lauf) sowie einen 200 m und 50 m Sprint.

Das erlernte theoretische Wissen bewiesen die Anwärter abschließend in einer mündlichen und einer schriftlichen Prüfung. Das Mitglied im Verbandslehrstab, Jens Robertz, wurde vom Fußballverband Mittelrhein aus Frechen in den Kreis Heinsberg gesannt, um die Prüfungen abzunehmen. Zuerst wurden jedem Anwärter einige Fragen gestellt, die in einem Kurzdialog mit dem Prüfer beantwortet werden mussten. Anschließend erhielt jeder Anwärter einen vom DFB generierten Test, der in schriftlicher Form binnen 30 Minuten gelöst werden musste.

Nach erfolgter Auswertung der Regeltests wurde den angehenden Schiedsrichtern die freudige Nachrichte überbracht und allen 14 Anwärtern konnte zum Bestehen der Prüfung gratuliert werden. Für den Kreis Heinsberg werden jedoch lediglich 12 Schiedsrichter tätig werden, da kreisübergreifend für den Kreis Aachen zwei Unparteiische mit ausgebildet wurden.

Besonders freute sich der KSA, die beiden Lehrgangsbesten Benedikt Kamp und Thorsten Mennicken jeweils mit einem Trikot der aktuellen Kollektion auszeichnen zu können. Beide bestanden ihre Prüfung mit der Maximalpunktzahl und freuten sich über die Erstausrüstung.

Ein besonderer Dank gilt dem 1. FC Rheinland Übach-Palenberg für die Bereitstellung des Vereinsheimes und der sehr guten Kooperation während der Durchführung des Lehrgangs.

Der Kreislehrstab plant  bereits den nächsten Anwärterlehrgang. Dieser soll turnusgemäß im Frühjahr 2011 stattfinden. Interessenten können sich schon jetzt zu diesem Lehrgang beim Öffentlichkeitsbeauf-tragten Sven Körfer anmelden. Bei Rückfragen seitens der Interessenten oder Vereinen steht Sven Körfer ebenfalls jederzeit zur Verfügung.
 
Kontaktdaten Sven Körfer: Tel. 0177 7555279 oder Mail: s.koerfer(at)fussballkreis-heinsberg.de

Die neuen Unparteiischen sind:

Maximilian Appel (SC Wegberg 1912 e.V.), Leon Berks (SV Klinkum 1919 e.V.), Marvin Breuers (FC Conc. Stahe Niederbusch e.V.), Alexander Engisch (SV 09 Loverich-Floverich e. V.), David Imkamp (SV Klinkum 1919 e.V.), Christian Jansen (SG Süggerath Tripsrath e.V.), Benedikt Kamp (SV Klinkum 1919 e.V.), Thorsten Mennicken (SSG GW Alsdorf Zopp e. V.), Ruben Ollertz (SV Waldfeucht Bocket e.V.), Niro Panchaligam (FC Conc. Stahe Niederbusch e.V.), Markus Schiewek (FSV Kraudorf Uetterath e.V.), Juan Carlos Soto Perez (Spielverein Immerath 1911 e.V.), Marvin Übersalz (VfR Übach Palenberg e.V.), Dennis van der Zander (FC Conc. Stahe Niederbusch e.V.)


ANPFIFF... für den Kreisförderkader

ANPFIFF... Unter diesem Motto fand das Tagesseminar des Jungschiedsrichter-Kreisförderkaders  am 25.09.2010 statt. Als Veranstaltungsort diente das von Borussia Hückelhoven zur Verfügung gestellte Vereinsheim. Im Fokus dieser Schulung stand die finale Vorbereitung der jungen talentierten Nachwuchs-Schiedsrichter auf die vor kurzem angelaufene Spielzeit 2010/2011. Zunächst eröffnete pünktlich um 10:00 Uhr der Jungschiedsrichter-Beauftragte, Florian Heselmann, die Veranstaltung, welcher erstmals auch die fünf neuen Mitglieder des Kreisförderkaders beiwohnten.

Als ersten Programmpunkt erläuterte Florian Heselmann die Funktionsweise des im Fußball-Verband Mittelrhein installierten Förderungssystems für junge Fußballschiedsrichter und vermittelte unmittelbar danach die Erwartungshaltung des Schiedsrichterausschuss gegenüber den Mitgliedern der Elitegruppe. Ihre körperliche Leistungsfähigkeit mussten die Jungspunde anschließend auf der Tartanbahn des Hückelhovener Fußballstadions unter Beweis stellen. Im Rahmen des durch die FIFA erstellten Fitnesstests, welcher auf das Anforderungsprofil eines Fußballschiedsrichters zugeschnitten ist,  wurden zunächst sechs Sprints von jeweils 40 Metern absolviert mit einer Erholungszeit von jeweils 90 Sekunden. Die Sprints, mit so genanntem fliegendem Start, müssen in 6,4 Sekunden absolviert werden. Im Anschluss wurden zehn Intervallrunden auf der 400-m-Laufbahn zurückgelegt. Dabei sind je Stadionrunde 2 x 150 Meter in 35 Sekunden zu laufen. Über 50 Meter Gehen kann sich der Schiedsrichter 35 Sekunden nach jedem 150-Meter-Lauf erholen. Sehr erfreulich ist, dass alle Kameraden die Kriterien erfüllen und somit ihre Leistungsfähigkeit beweisen konnten.

Zur Mittagszeit wurde auf Einladung des Schiesdrichterausschuss ein kleiner Imbiss bereit gestellt, ehe die Überprüfung der Regelkenntnis erfolgte. Hierzu wurde ein 20 Fragen umfassender Regeltest erstellt, welcher schriftlich zu lösen war. Aufgrund der durch den Verbandsjugendausschuss beschlossene Einführung des Online-Spielberichts in sämtlichen Jugendstaffeln Bezirksliga aufwärts, wurden die Schiedsrichter im Rahmen einer Schulungspräsentation auf das geänderte Vorgehen hingewiesen. Vor dem Hintergrund, dass die Mitglieder des Kreisförderkaders vorranging die Schiedsrichter sind, die die Spielleitungen in diesen Spielklassen übernehmen, war dies ein ebenfalls unerlässlicher Programmpunkt. Diesem folgte die von Thomas Handschuhmacher durchge-führte Fehleranalyse des kurz zuvor absolvierten Regeltests, ehe die Veranstaltung planmäßig um 15:30 Uhr mit einer kurzen Feedbackrunde beendet wurde.

Alle Kameraden konnten im Rahmen der heutigen Zusammenkunft die Möglichkeit nutzen, ihre Förderwürdigkeit gegenüber dem Schiedsrichterausschuss zu unterstreichen. Ein Dank an dieser Stelle gilt dem Verein Borussia Hückelhoven, welcher mit den zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten zu dieser gelungen Veranstaltung beigetragen hat.


Thomas Riedel als Gastreferent bei der Schiedsrichterweiterbildung

Die monatlichen Schiedsrichterweiterbildungen sind in der Regel geprägt von theoretischen und regeltechnischen Inhalten. Der Kreisschiedsrichterausschuss Heinsberg ist immer bemüht, die Weiterbildungen abwechslungsreich sowie  interessant zu gestalten und verschiedenste Themenbereiche zu behandeln. Im Zuge dieses breiten Themenfeldes ist der KSA stets daran interessiert, entsprechend der Themen Fachleute als Gastreferenten zu gewinnen.

Demnach freute sich der KSA besonders, den Vorsitzenden der Verbandsspruchkammer, Thomas Riedel aus dem Fußballkreis Sieg, in diesem Monat begrüßen zu dürfen. Die rund 80 anwesenden Schiedsrichter folgten interessiert dem kurzweiligen Vortrag des Sportskameraden Riedel. Aufgrund des Gastreferenten hatte sich der Kreisschiedsrichterausschuss dazu entschieden, die normalerweise getrennt stattfindenden Jungschiedsrichter- und Seniorenschiedsrichterweiterbildungen zusammenzulegen, um allen Heinsbergern Schiedsrichtern die Möglichkeit zu geben, den Vortrag verfolgen zu können.

Thematisch befasste sich Thomas Riedel mit dem Verhalten des Schiedsrichters vor der Spruchkammer sowie aktuellen Fällen aus dem Fußballkreis Heinsberg. Für die anwesenden Unparteiischen war es aufschlussreich, die offene und ehrliche Sicht sowie die Erwartungen  der Spruchkammerkammer zu erfahren und in den unmittelbaren Dialog mit dem Vorsitzendem der Verbandsspruchkammer zu treten. Hierbei konnten die Schiedsrichter auch ihnen bekannte Sachverhalte im Zusammenhang mit Spruchkammersitzungen kritisch hinterfragen. Das Verständnis für die jeweilig andere Seite stand an dieser Stelle im Vordergrund.

Neben den Schiedsrichtern wurden auch die Mitglieder der Junioren- und Seniorenspruchkammer des Fußballkreises Heinsberg eingeladen, die dem gerne nachkamen und den Ausführungen des Vorsitzenden der nächsthöheren Instanz folgten.

Abschließend überreichte der VKSA Heiko Wolter eine kleine Aufmerksamkeit an Thomas Riedel und dankte ihm für seinen aufschlussreichen Vortrag, aus dem die Unparteiischen für den Fall einer Spruchkammersitzung mitnehmen konnten.


Saisonvorbesprechung der Coaches und Paten

Für Mittwoch, den 08.09.2010 hatte der Kreisschiedsrichterausschuss (KSA) die aktiven Jungschiedsrichter-Paten und Jungschiedsrichter-Coaches zu einer auf die neue Spielzeit vorbereitenden Besprechung in die Kreisgeschäftsstelle in Heinsberg eingeladen. Diese beiden separat abgehalten Veranstaltungen wurden zu einem Erfahrungsaustausch bzgl. der in der abgelaufenen Saison gewonnenen Erkenntnisse genutzt. Gleichzeitig vermittelte der KSA seine Erwartungshaltung gegenüber den Jungschiedsrichter-Paten und -Coaches.

Die vorrangige Aufgabe der Jungschiedsrichter-Paten ist es, neu ausgebildete junge Schiedsrichter aufgrund ihrer fehlenden praktischen Erfahrung während ihrer ersten Spielleitungen zu unterstützen. Die primäre Erwartung an die Jungschiedsrichter-Coaches hingegen ist, die Spielleitungen der Mitglieder des Kreisförderkaders zu analysieren und im Nachgang die gezeigte Leistung mit den Sportskameraden zu erörtern.

Mit diesem Treffen konnte der Grundstein für ein weiteres erfolgreiches Jahr im Bereich der Jungschiedsrichter-Förderung gelegt werden. Der KSA bedankt sich bei allen Anwesenden für ihre Teilnahme.


Heinsberger Beobachter bei Tagung erfolgreich

Zur jährlichen Beobachtertagung lud der Fußballverband Mittelrhein alle aktiven und angehenden Beobachter und Beobachterinnen zur erstmalig zweitägigen Leistungs- und Schulungstagung am 28. und 29. August 2010 in die Sportschule Hennef ein.

Neben den drei bereits aktiven Heinsberger Beobachtern Hans-Gerd Kohnen, Heiner Schlereth und Peter Hamers, freute sich der Kreisschiedsrichterausschuss in diesem Jahr mit Thorsten Peters und Daniel Jakobs noch zwei weitere Kollegen, die ab dieser Saison die Funktion des Beobachters übernehmen wollen, entsenden zu können.

Neben der obligatorischen Überprüfung der Regelkenntnis in Form eines 20 Fragen umfassenden Regeltests, arbeitete das zuständige Mitglied des Verbandsschiedsrichterausschusses, Peter Oprei, ein abwechslungsreiches Tagungsprogramm aus. Der gemeinsame Besuch des Regionalligaspiels zwischen den Amateuren des 1. FC Köln und den Sportfreunden Lotte wurde beispielweise für eine exemplarische Beobachtung genutzt.

Die jährliche Regelüberprüfung, deren Bestehen Voraussetzung ist, um eine weitere Saison der Beobachtertätigkeit nachgehen zu dürfen, wurde von allen Heinsberger Beobachtern problemlos und zur vollsten Zufriedenheit des VSA abgelegt.

Der Kreisschiedsrichterausschuss Heinsberg freut sich, für die aktuelle Saison fünf Beobachter auf FVM-Ebene stellen zu können.


Neues Ritual auch im Kreis Heinsberg

Das Verbandspräsidium des Fußballverbandes Mittelrhein (FVM) hat beschlossen, „ein neues/altes Ritual wieder einzuführen, das den Fair-Play-Gedanken, die Achtung vor dem Spielpartner und vor dem Schiedsrichter deutlich machen soll“, so der Verbandsgeschäftsführer Andreas Höffken.

Somit gilt , dass vor dem Spiel die Heimmannschaft den Gast sowie die Schiedsrichter begrüßt. Anschließend betreten die Mannschaften zusammen mit dem Schiedsrichter das Feld. Dort begrüßen sich die Mannschaften und den Schiedsrichter per Handschlag. Unmittelbar nach dem Spiel versammeln sich die Mannschaften  noch einmal am Mittelkreis und werden vom Schiedsrichter verabschiedet.

„Wir sind zuversichtlich, dass wir durch dessen (Red. das Ritual) Einführung einen Teil dazu beitragen können, von vorne herein eine deeskalative Grundstimmung zu erzeugen und den Fokus der Mannschaften auf ein faires Miteinander und einen sportlich geführten Wettkampf zu lenken“, begründet Andreas Höffken diese Maßnahme weiter.

Demnach wurde die Regelung in die Durchführungsbestimmungen für den Verbandsspielbetrieb unter „Besondere Pflichten der Vereine“ mit dem folgenden Wortlaut aufgenommen:

„Vor dem Betreten des Feldes begrüßt der Heimverein den Gast und den Schiedsrichter. Der Schiedsrichter stellt sich den Vereinsvertretern vor. Ab Betreten des Feldes laufen die Mannschaften und der Schiedsrichter gemeinsam zur Spielfeldmitte ein. Dort begrüßt der Schiedsrichter die Mannschaften und fordert zum fairen Spiel auf. Die Mannschaften begrüßen sich und den Schiedsrichter mit Handschlag/Abklatschen und laufen danach in ihre Spielhälfte. Nach dem Spiel treffen sich die Mannschaften und der Schiedsrichter nochmals am Mittelkreis und werden durch den Schiedsrichter verabschiedet.“

Auch der Fußballkreis Heinsberg hat sich entschlossen, diese Regelungen für den Kreisspielbetrieb zu übernehmen. Dies wurde auf der Arbeitstagung am 16.08.2010 allen Vereinen bekanntgegeben und auf die Durchführung hingewiesen. Die Schiedsrichter werden gesondert über Vorgehensweise und Einhaltung informiert.

Der FVM erarbeitet zurzeit ein Merkblatt zu dieser Thematik. Dieses werden wir unmittelbar nach Erhalt an dieser Stelle zum Download bereitstellen.

 


Regeländerungen 2010

Vor jeder Saison erscheinen neue Regeln oder das Regelwerk ergänzende Anweisung - so auch in diesem Jahr. Die Regeländerungen, die das International Football Association Board in diesem Jahr beschlossen hat, sind zwar weder umfangreich, noch grundlegend, allerdings wurden in einzelnen Bereichen bedeutsame Präzisierungen vorgenommen. Einige dieser Ergänzungen oder Verdeutlichung des Regelwerks betreffen jedoch ausschließlich die Lizenzligen.

Der Kreislehrstab hat die für den Kreis- und Verbandsspielbetrieb relevanten Regeländerungen zusammengefasst und diese in ihrer Auslegung näher erläutert.


Neue Spesenordnung für Heinsberger Schiedsrichter

Nachdem mehrere Jahre die Höhe der Spesen für Schiedsrichter im Fußballkreis Heinsberg stagnierten und unverändert blieben, setzte sich der Kreisschiedsrichterausschuss im Vorfeld der diesjährigen Spielzeit für eine moderate Erhöhung der Spesensätze in allen Spielklassen ein. Andere Kreise im Verbandsgebiet hatten Erhöhungen bereits früher vollzogen, so dass für den Kreis Heinsberg Handlungsbedarf gesehen wurde.

Bei der am 13.08.2010 in Kraft tretenden neuen Spesenordnung orientiert sich an den Spesensätzen der einzelnen Kreise des Fußballverbandes Mittelrhein. Der Kreisvorstand stimmte dieser Anpassung zu und genehmigte die neue Spesenordnung in der nun vorliegenden Form.

Demnach wurden die Auslagen sowohl für Senioren- als auch für Juniorenspiele der A- bis zur D-Jugend jeweils um 2 Euro erhöht.


Testspiele mit Beteiligung von Profimannschaften

In der Saisonvorbereitung und zu Jubiläums- oder Benefizspielen gastieren in jedem Jahr einige Profimannschaften der Lizenzligen im Fußballkreis Heinsberg und absolvieren Testspiele gegen Heinsberger Mannschaften. Auch für die Schiedsrichter sind solche Spiele immer etwas Besonderes.

Im Folgenden berichten die Spielleiter in einer Art "Testspieltagebuch" über ihre Impressionen, Erfahrungen und Erlebnisse bei diesen Spielen. Die Berichte werden chronologisch nach Spieldatum aufgeführt und stetig mit neuen Berichten ergänzt.

04.08.2010 FC Germania Teveren - Alemania Aachen SR: Roland Jers SRA: Rene Heinen, Peter Kapell
Foto: privat

Im Rahmen der 100-jährigen Vereinsjubiläums-Feierlichkeiten, zu denen Germania Teveren einige Profimannschaften begrüßte, gesellte sich auch der „Nachbar“ Aleman-nia Aachen. Die schwarz-gelben waren „Magnet“ für 1500 Zuschauer, die eine fitte Ale-mannia sahen, obwohl morgens noch trainiert wurde und kurzfristig Sturmführer Benni Auer ausfiel. Im Gegensatz zu den voran gegangenen Spielen, kassierte der Mittelrhein-Ligist mit 11 Toren deutlich mehr Treffer und wurde unter Wert geschlagen. Denn bei zahlreichen Kontern der flinken Germania-Stürmer sah die Profi-Abwehr nicht immer gut aus und der Ehrentreffer wäre verdient gewesen. Auch wenn das Tempo der Alemannia im Vergleich zu den Amatuerspielen höher war, stellte das Spiel an das Gespann keine Probleme. Fair und harmonisch stand der Fuß-ball an diesem Abend im Vordergrund und die Zuschauer kamen auf ihre Kosten.

Witzige Randnotiz zum Spiel. Zwei Kolleginnen von Schiedsrichter Roland Jers waren eigens für das Spiel angereist, um Fotos für die Firmenzeitung zu „schießen“ und mit einem Bericht den Mitarbeitern das Amt des Schiedsrichters näher zu bringen.

27.07.2010 FC Germania Teveren - Fortuna Düsseldorf SR: Christian Grün SRA: Thorsten Peters, Nicola Jepkens
Foto: Andreas Reimer

Im Rahmen des 100-jährigen Vereinsjubiläums hatte Germania Teveren die Profis von Fortuna Düsseldorf zu Gast.  Die Fortunen waren nach 2009 bereits das zweite Mal zu Gast im Heidestadion und wie vor einem Jahr wurde ich mit der Spielleitung beauftragt. Es ist für einen Schiedsrichter schon ein tolles Erlebnis, wenn man ein Spiel mit Profibeteiligung leiten darf. Vor allem wenn man bedenkt das die Fortunen mit Ihrem kompletten Zweitligakader ins Heidestadion gekommen waren. Vor ca. 600 Zuschauern entwickelte sich ein interessantes und meist faires Spiel, das die Fortuna mit 2:0 gewann. Die Tore für die Fortuna erzeilten in der 11. Minute Ranisav Jovanovic und in der 74. Minute Thomas Bröker. Viel mehr ließen die Teverener durch geschicktes zustellen der Räume nicht zu. Wobei man den Fortunen während des gesamten Spiels die harte Trainingswoche in Bitburg anmerkte. Dies soll aber nicht die Leistung der Germania aus Teveren schmälern. Für mein Gespann und mich war dieses Spiel natürlich ein guter Test als Vorbereitung auf die Saison und auch ein Highlight was man so schnell nicht vergessen wird.

14.07.2010 FC Wegberg-Beeck - Trabzonspor Kulübü SR: Christian Lex SRA: Martin Schieren, Benjamin Boyle
Foto: Royal

Ein internationales Freundschaftsspiel im Beecker Waldstadion ist an sich ja nichts Neues mehr. Neben Real San Sebastian und diversen Nachwuchsnationalmannschaften, die schon in Beeck gastierten, kam es heute zum Vergleich des neuen NRW-Ligisten gegen den amtierenden türkischen Pokalsieger Trabzonspor Kulübü. Vor dem Anpfiff um 19.30 Uhr sah es noch nicht unbedingt so aus, als könne gespielt werden. Ein Gewitter zog über das Stadion hinweg, so dass der Anstoß um dreißig Minuten verzögert wurde. Insgesamt 1200 Zuschauer fanden dennoch den Weg ins Stadion. Die überwiegend türkischen Fans reisten aus ganz Deutschland an, um ihr Team, mit Superstar Ibrahima Yattara, zu unterstützen. Eben dieser Yattara spielte die Beecker Abwehr in der ersten Halbzeit schwindelig. Die Tore fielen aber erst ab der 63. Minute und verteilten sich in regelmäßigen Abständen bis zur 89. Minute. Am Ende hieß es aus Beecker Sicht 0:5. Ein Sieg der sicherlich ein wenig zu hoch ausfiel, aber eben auch die Klasse des Gegners widerspiegelt. Für unser SR-Team war diese Spielleitung natürlich ein besonderes Highlight und gleichzeitig auch ein guter Test für die anstehende Saison in der Mittelrheinliga.

11.07.2010 SV Brachelen - TSV Alemania Aachen SR: Sven Körfer SRA: Benjamin Boyle, Marc Lücker
Foto: Andreas Reimer

Zum 100-jährigen Vereinsjubiläum begrüßte der SV Brachelen den Zweitligisten TSV Alemania Aachen zu einem Testspiel auf der heimischen Platzanlage. Wunsch des SV Brachelen war es, dass ich dieses Spiel aufgrund meiner 20-jährigen Vereinszugehörigkeit und 10-jährigen Schiedsrichtertätigkeit leite. Überraschend war die unmittelbar vor der Platzwahl durch den Verein und Bürgermeister durchgeführte Ehrung. Zusammen mit den beiden Assistenten Benjamin Boyle und Marc Lücker erlebten wir bei hochsommerlichen Temperaturen ein deutliches 14:0 für die Alemania aus Aachen. Die Schnelligkeit, Präzision und Sicherheit im Spiel der Alemania beeindruckte nicht nur die rund 1000 anwesenden Fans und Zuschauer. Neben dem fußballerischen Höhepunkt wurde vom SV Brachelen ein gelungenes Rahmenprogramm initiiert. Interviews mit Alemannen-Trainer Peter Hyballa und Funktionär Eric Meijer, eine Showtanzgruppe und die Moderation durch den erfahrenen „Stadionsprecher“ Romulus Timar rundeten die gelungene Veranstaltung ab.

10.07.2010: FC Wegberg-Beeck - Borussia SR: Florian Heselmann SRA: Sven Körfer, Markus Dautzenberg
Foto: Andreas Reimer

Die Ansetzung zum Spiel des NRW-Ligisten FC Wegberg-Beeck gegen die Bundesligamannschaft von Borussia Mönchengladbach verstanden wir alle drei als Dankeschön für eine gelungene Teamleistung in der gerade erst abgelaufenen Spielzeit. Nicht nur aufgrund der beiden beteiligten Mannschaften wurde diese Spielleitung für uns drei zu einer Besonderheit. Hochsommerliche Temperaturen von bis zu 40°C stellten alle Aktiven vor eine besondere sportliche Herausforderung. Dennoch entwickelte sich ein Fußballspiel, welches von phasenweise schnellen Spielzügen geprägt war. Das Endergebnis von 5:0 für die Profis spiegelt die Überlegenheit des fünffachen deutschen Meisters an diesem Tage wider. Aber auch die Stürmer des FC Wegberg-Beeck konnten wiederholt gute Torchancen herausspielen. Rückblickend war diese Spielleitung für uns als Schiedsrichter-Team eine schöne, herausfordernde Abwechslung im Vergleich zu unserem „Alltag“ im Ligabetrieb. Sehr gefreut haben wir uns über das uns entgegengebrachte Vertrauen, eine solche Spielleitung übernehmen zu dürfen.

03.06.10 AH-Concordia Birgelen - Schalke 04 (Traditionsmannschafte) SR: Franz Caron SRA: Elmar Caron, Roland Jers
Foto: privat

Zu einem Benefizspiel hatte die Altherren-Abteilung von Concordia Birgelen die Traditionsmannschaft von Schalke04 zu Gast. Bei sonnigem Wetter waren mehrere Hundert Zuschauer am Platz und sahen ein munteres Spiel, das Schalke eindeutig gewann. Durch Sponsoren und den Verzicht auf einen Großteil der Spesen wurde ein Spendenbetrag von über 8000 € für einen guten Zweck erzielt, was das Wichtigste des ganzen Fußballspiels war. Das faire Spiel stand unter der Leitung vom langjährigen Schiedsrichter und Schalke-Fan Franz Caron. An der Linie assistierten ihm sein Sohn Elmar und Lehrwart Roland Jers. Neben den Spielern war es auch für sie eine bleibende Erinnerung.

19.05.10 FC Wegberg-Beeck - RW Oberhausen SR: Christian Grün SRA: Thorsten Peters, Eric Erdkamp
Foto: Passage

Der Zweitligist Rot-Weiss Oberhausen gastierte direkt nach Saisonabschluss beim NRW-Ligisten FC Wegberg-Beeck. Vor 200 Zuschauern entwickelte sich ein abwechslungsreiches Spiel. Nach anfänglicher Überlegenheit der Oberhausener mit einer schnellen Führung in der 12. Minute kam der Gastgeber besser ins Spiel und konnte noch vor der Halbzeit nach einem Torwartfehler in der 42. Minute ausgleichen. In der zweiten Hälfte war das Spiel vollkommen offen, gar von leichter Überlegenheit des FC Wegberg-Beeck geprägt. Beeck siegte nach einem Kopfball-Tor in der 52. Minute verdient mit 2:1. Für das SR-Team war das Spiel ein gelungener Saisonabschluss und eine willkommene Abwechslung von der Mittelrheinliga.


Abschlusstreffen und Veränderungen im KFK

Nachdem die Saison 2009/2010 für die Vereine bereits vor einigen Wochen sich ihrem Ende neigte, wurde nach dem abschließenden Treffen des Jungschiedsrichter-Kreisförderkaders am 14.07.2010 nun auch für unsere jungen Nachwuchstalente die Sommerpause eingeläutet.

Im Mittelpunkt dieses Treffens stand ein persönliches Gespräch zwischen den für das Jungschiedsrichterwesen im Schiedsrichterausschuss verantwortlichen Personen und jedem einzelnen Kadermitglied. In diesen Gesprächen erfolgte ein Rückblick auf die gezeigten Leistungen der abgelaufenen Spielzeit. Aber auch die Zukunftserwartungen und Entwicklungsmöglichkeiten der jungen Kameraden wurden ausführlich besprochen.

Im Rahmen der Neustrukturierung des Jungschiedsrichter-Kreisförderkaders ergeben sich zum 01.08.2010 auch personelle Veränderungen. Aus Altersgründen ausgeschieden sind die inzwischen als Senioren-Schiedsrichter tätigen Sportsfreunde Timo Dahmen, André Holzmann und Julian Rönnebeck. Sie werden in der kommenden Spielzeit als Unparteiischer bei Fußballspielen der Kreisliga B eingesetzt.

Aufgrund überzeugender Leistungen in jüngster Vergangenheit und ihres überdurchschnittlichen Engagements bei der Ausübung ihres Hobbys, wurden die Nachwuchskräfte Benedict Baltes, Sebastian Heinen, Nicholas Hommers, Heiko Hudl und David Kunz in den Kreisförderkader berufen. Sie gehören mit Beginn der Spielzeit 2010/2011 dem Leistungskader für Jungschiedsrichter an und genießen auf diesem Weg eine besondere Betreuung und Förderung.

Allen Kameraden gratuliert der Kreisschiedsrichterausschuss zu diesem Aufstieg!


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